Lula verteidigt Putins BRICS-Bündnis und spricht von „Lähmung“ der Vereinten Nationen
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Der brasilianische Präsident Lula stärkt das BRICS-Bündnis auf der UN-Generalversammlung und kritisiert die „Lähmung“ der internationalen Organisationen.
New York - Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva äußerte vor der UN-Generalversammlung in New York Kritik an den Vereinten Nationen. Die UNO und internationale Organisationen litten unter „Unbeweglichkeit“ - die Entstehung der BRICS sei eine Folge dieser Umstände. Darüber berichtet unter anderem das Portal Brasil de Fato.
Lula verteidigt auf UN-Versammlung Erweiterung der BRICS-Staaten
Lula nahm in seiner Rede Bezug auf die jüngste Erweiterung der BRICS-Staaten. Zu der Vereinigung sollen in Zukunft auch Argentinien, der Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Äthiopien und Ägypten gehören. Brasiliens Staatschef argumentierte, dass die Erweiterung den Kampf für ein vielfältigeres Szenario in wirtschaftlicher, geografischer und politischer Hinsicht stärke. Kritik richtete Lula jedoch an internationale Organisationen und die Vereinten Nationen selbst.
Der Präsident erklärte: „In den wichtigsten Instanzen der Global Governance haben die Verhandlungen, bei denen alle Länder eine Stimme haben, ihren Atem verloren. Wenn Institutionen Ungleichheiten reproduzieren, sind sie Teil des Problems, nicht der Lösung. Im vergangenen Jahr stellte der IWF den europäischen Ländern 160 Milliarden Dollar an Sonderziehungsrechten zur Verfügung, den afrikanischen Ländern dagegen nur 34 Milliarden Dollar. Eine ungleiche und verzerrte Vertretung in der Verwaltung des IWF und der Weltbank ist nicht hinnehmbar.“
Brasilien: Präsident Lula fordert Kurskorrektur mit Blick auf die Klimakrise
Auch der internationale Umgang mit dem Klimawandel thematisierte Lula in seiner Rede. Der Präsident berichtete, dass er 2003 zum ersten Mal Besucher der UN-Generalversammlung war. In dieser Zeit hätte „die Welt den Ernst der Klimakrise noch nicht richtig erkannt.“ „Jetzt klopft sie an unsere Türen, zerstört unsere Häuser, Städte und Länder“, sagte der Brasilianer.
Zu den politischen Konsequenzen der klimatischen Veränderung sagte er: „Gegen den Klimawandel vorzugehen bedeutet, an die Zukunft zu denken und sich den historischen Ungleichheiten zu stellen. Reiche Länder gediehen auf der Grundlage eines Wirtschaftsmodells mit hohen Raten an klimaschädlichen Emissionen. Der Klimanotstand macht es dringend erforderlich, den Kurs zu korrigieren und das umzusetzen, was bereits vereinbart wurde.“
BRICS: Die Supermacht der Schwellenländer
Die BRICS-Staaten sind ein Beispiel für die sich verschiebende Machtbalance im globalen Wirtschaftssystem. Mit den künftigen Erweiterungen zeigt sich die wachsende Bedeutung von Schwellenländern auf der politischen Weltbühne.