„ICE raus aus LA“: Baseballteam sperrt US-Behörde vom Gelände aus

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Von: Erkan Pehlivan

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Peinlicher Zwischenfall für die US-Einwanderungsbehörde in Los Angeles. Sie durften das Dodgers-Stadion nicht betreten und mussten erfolglos abziehen.

Los Angeles – Die Proteste gegen die Beamten der US-Einwanderdungsbehörde (ICE) halten weiter an. In Los Angeles wurde den Beamten der Zutritt zum berühmten Dodger-Stadion verwehrt. ICE-Beamte seien zum Stadion gekommen und hätten um Erlaubnis gebeten, „die Parkplätze zu betreten“, erklärte das Team der Major League Baseball (MLB) am Donnerstag. Der Zutritt zum Gelände sei ihnen jedoch „von der Organisation verweigert“ worden. Weiter hieß es, das Spiel der Mannschaft am gleichen Tag werde wie geplant stattfinden.

Videoaufnahmen, die in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, zeigen eine Reihe von nicht gekennzeichneten Lastwagen sowie vermummte ICE-Beamte an einem Eingang des Dodger-Stadions, während Demonstranten Slogans wie „ICE raus aus LA“ skandierten.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen in Los Angeles, wo Proteste gegen die verschärfte Migrationspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump staatfanden. Trump entsandte gegen den Willen der örtlichen Behörden Soldaten der Nationalgarde und Marineinfanteristen in die kalifornische Metropole und erntete dafür heftige Kritik im Land.

Peinlicher Vorfall für die US-Einwanderungsbehörde ICE in Los Angeles.
Die US-Einwanderungsbehörde ICE durften das Dodgers-Stadion in Los Angeles nicht betreten. © Zin Chiang

Einwanderungsbehörde in USA leugnet Einsatz bei Dodgers

Auf X führte ein Eintrag von ICE für Verwirrung. „Falsch, wir waren niemals dort“, teilte die umstrittene Behörde dort mit. In den Kommentaren empören sich die Menschen über ICE. „Lol, das ist urkomisch. ICE lügt hier einfach auf Elons Twitter, während die Leute sie dabei filmen, wie sie genau das tun, was sie leugnen“, schreibt eine Person. Eine weitere Person fragt: „Warum lügen wir im Zeitalter von 4k“?

Trump verspricht „härter“ gegen Migranten ohne Papiere vorzugehen

Trump hatte die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, härter gegen illegale Migranten vorzugehen. Er wolle bei einem Sieg hart gegen die seiner Meinung nach stattfindende „Invasion“ von Einwanderern ohne Papiere vorzugehen. Seit seinem Amtsantritt nehmen vermummte ICE-Beamte bei Razzien im ganzen Land Einwanderer fest, Migranten wurden teilweise an Händen und Füßen gefesselt ausgeflogen.

Dodgers in Los Angeles enttäuschen Fangemeinde

Auch gegen die Dodgers gibt es im Zuge der fremdenfeindlichen Politik von Präsident Trump Kritik. Das Team hat eine stark von Latinos geprägte Fangemeinde - viele werfen dem Baseball-Team vor, bislang nicht offiziell gegen die laufenden Razzien Stellung bezogen zu haben. „Die Dodgers rühmen sich damit, dass mehr als 40 Prozent ihrer Fangemeinde Latinos sind“, teilte etwa der Sportkolumnist der Los Angeles Times, Dylan Hernandez, mit. Sie machten sich jedoch nicht einmal die Mühe, der erschütterten Gemeinschaft „irgendwelche Worte des Trostes zukommen zu lassen“. Das sei von den Dodgers „undankbar, respektlos und feige“. (erpe/AFP)

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