Gemeinsame Auftritte: Söder und Seehofer wollen eine Auszeit von der Eiszeit

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Von: Christian Deutschländer, Mike Schier

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CSU-Parteitag
Neuer Anlauf: Horst Seehofer (l.) und Markus Söder reden wieder. © dpa / Sven Hoppe

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Parteichef Horst Seehofer versuchen den Schulterschluss. Ein CSU-Wahlprogramm soll es nicht geben.

München - Angesichts der historisch schlechten Umfragewerte für die CSU versuchen Ministerpräsident Markus Söder und Parteichef Horst Seehofer noch einmal den Schulterschluss. Wie der "Münchner Merkur" berichtet, vereinbarten die beiden Politiker bei einem Treffen am Freitagabend auch gemeinsame Auftritte. Der erste soll demnach noch vor dem Parteitag (September) stattfinden. Zuletzt hatten die Spannungen zwischen den beiden Dauerrivalen wieder zugenommen.

An dem Treffen am Freitagabend in der Parteizentrale hatten dem "Merkur" zufolge eine vertraulichen Runde mit Alexander Dobrindt (Bundestag), Thomas Kreuzer (Landtag), Markus Blume und Daniela Ludwig (Generalsekretäre) teilgenommen. Man habe in „recht gespannter Stimmung“ begonnen, aber einen konstruktiven Abend verbracht, berichten Teilnehmer der Zeitung. Söder beschrieb die Lage als sehr schwierig, berichtete von Gesprächen an der verunsicherten Basis. Seehofer merkte an, schwierig sei die Lage für die CSU schon oft gewesen. In Wahrheit stehe Bayern glänzend da, man müsse bei Strategie und Kampagne nachjustieren. Konsens: Söder soll in den nächsten Wochen verstärkt versuchen, Fragen der Landespolitik in den Vordergrund zu stellen, und sich aus der Bundes-Asyl-Debatte fernhalten.

mm

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