Wie viel Holz Sie maximal nachlegen sollten, um den Kaminofen ideal zu beheizen

Aktualisiert:

Von: Andrea Stettner

Uns auf Google folgen

Zu viel Holz im Kaminofen nachzulegen, erhöht den Verbrauch und ist schädlich für die Umwelt. Die optimale Menge an Scheiten und was beim Nachlegen zu beachten ist.

Kaminöfen spenden eine angenehm heimelige Wärme im Winter. Ist das Feuer einmal entfacht, müssen jedoch in regelmäßigen Abständen Holzscheite nachgelegt werden, damit es weiterhin brennt. Zu viel Holz ist dabei jedoch kontraproduktiv, wie Experten warnen.

Holz nachlegen im Kaminofen – so berechnen Sie die richtige Menge

Kaminofen mit Feuer, jemand legt Holz nach.
Nicht zu viel Holz nachlegen, ansonsten verbrauchen Sie unnötig viel Brennstoff für den Kaminofen. (Symbolbild) © Bernd Feil/M.i.S./Imago

In einem überfüllten Kaminofen kann das Holz nicht mehr effizient verbrennen. Darunter leidet nicht nur die Wärmeentwicklung, sondern auch die Umwelt, da mehr Schadstoffe ausgestoßen werden. Zudem verbrauchen Sie unnötig Brennholz. „Viel hilft viel“ ist in diesem Fall also nicht angesagt. Beim Nachlegen genügen in der Regel zwei Scheite völlig, wie Ofen.de informiert.

Allerdings handelt es sich dabei nur um einen Richtwert. Wer wissen will, wie viel Holz er in seinem Kaminofen höchstens verbrennen darf, muss die maximale Heizleistung des Kaminofens kennen. Dieser Wert ist sowohl in der Bedienungsanleitung als auch auf dem Typenschild nachzulesen und wird in Kilowatt angegeben. Zusammen mit dem Heizwert des Holzes lässt sich die maximale Holzmenge errechnen.

So berechnen Sie die maximale Holzmenge für Ihren Kaminofen

Angenommen Sie besitzen einen Kamin mit einer maximalen Heizleistung von 8 Kilowatt und verwenden Buchenholz, das einen durchschnittlichen Heizwert von ungefähr 4,2 Kilowattstunden besitzt (bei einer Restfeuchtigkeit von 15 %). Die maximale Holzmenge berechnet sich laut Ofen.de dann wie folgt:

8 Kilowatt maximale Heizleistung / 4,2 Kilowatt Heizwert = 1,9 Kilogramm Buchenholz

Größe der Holzscheite beachten

Neben der richtigen Menge spielen auch die Größe und das Gewicht der nachgelegten Holzscheite eine wichtige Rolle, wenn Sie den Kaminofen optimal beheizen wollen. Denn: Je größer das Holzscheit, desto länger braucht es, um die erforderliche Zündtemperatur zu erreichen. „In der Zwischenzeit kommt es zur sogenannten Schwelbrandphase, bei der Kohlenmonoxid und Staub in die Umwelt gelangen“, informiert Ofenseite.com. Die Scheite sollten deshalb zwischen 700 und 1000 Gramm wiegen. Das Holz sollte davor lange genug gelagert haben und ausreichend trocken sein.

Alles rund um Haushalts- und Garten-Tipps finden Sie im regelmäßigen Wohnen-Newsletter unseres Partners Merkur.de. Hier anmelden!

Holz richtig nachlegen – so geht’s

Um das Feuer am Lodern zu halten, und gleichzeitig nicht unnötig viel Holz zu verbrauchen, halten Sie sich beim Nachlegen an folgende Tipps:

  • Der richtige Zeitpunkt: Legen Sie erst kurz vor dem Ausgehen der Flamme Holz nach. „Holzscheite dann nachzulegen, wenn die Flamme noch lodert, ist reine Holzverschwendung“, heißt es auf ofenseite.com. Warten Sie aber nicht zu lange, ansonsten kann die Temperatur im Kaminofen schnell absinken und das Feuer muss möglicherweise neu entfacht werden.
  • Kaminofentür nicht zu weit öffnen: Damit kein Qualm in die Wohnung zieht, öffnen Sie die Kaminofentür beim Nachlegen nur einen Spalt weit.
  • Auf Luftzufuhr achten: Stellen Sie sicher, dass die Luftzufuhr maximal geöffnet ist, damit die nachgelegten Holzscheite schnell Feuer fangen. Wer schon beim Anheizen des Kaminofens auf die richtige Luftzufuhr und andere wichtige Punkte achtet, kann verhindern, dass die Kaminofenscheibe verrußt.

Ab 2025 gelten strengere Richtwerte für Emissionen. Ältere Kaminöfen müssen deshalb nachgerüstet oder ausgetauscht werden – ansonsten droht die Stilllegung.

Kommentare

$Teilen