Motten im Kleiderschrank: So werden Sie die lästigen Tierchen auf natürliche Weise los
Uns auf Google folgenLöcher im Lieblingspulli, das wünscht sich niemand. Bei einem Befall von Kleiderklamotten sollte man schnell handeln.
Motten im Kleiderschrank sind lästig. Bei einem Befall in der Wohnung ist schnelles Handeln gefragt. Denn die Larven von Kleidermotten hinterlassen unschöne Löcher in Lieblingspullis oder Lieblingskleidern – sie ernähren sich von keratinhaltigen Fasern, wie zum Beispiel von Wolle. Kleidermotten werden dabei oft über befallene Textilien angeschleppt. Sie können sich auch von Haus zu Haus verbreiten und fühlen sich vor allem in warmen Räumen wohl.
Kleidermotten in der Wohnung: Wie wird man die Insekten wieder los?
Wer einen Befall von Kleidermotten feststellt und auf chemische Mittel in der Wohnung verzichten will, kann die Motten auf natürliche Art und Weise bekämpfen. Die Zeitschrift Öko-Test hat in einem Online-Beitrag erklärt, welche Hausmittel und Maßnahmen sich anbieten: Kleiderschränke und Truhen sollte man zunächst gründlich aussaugen und dabei vor allem die Fugen und Ritzen nicht vergessen.
Möbel mit Essigwasser auswischen und Ritzen mit dem Föhn bearbeiten
Zudem sollte man die Möbel mit Essigwasser auswaschen und danach gut trocknen, so der Rat. Sowie die Fugen und Ritzen mit einem Föhnerhitzen, „um restliche Motten, Larven oder Eier abzutöten“, wie es auf Oekotest.de weiter heißt.
Schlupfwespen als natürliche Feinde der Kleidermotten
Wer mag, kann zudem mit Schlupfwespen arbeiten, die man in den betroffenen Schrank oder Raum legt. Sie sind winzig klein und gehören zu den natürlichen Feinden der Motten. „Die Wespen legen ihre Eier in die Motteneier ab, woraufhin diese absterben“, erklärt der Beitrag von Öko-Test. Für Menschen und Haustiere seien sie ungefährlich. Bekommen kann man sie zum Beispiel im Baumarkt, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema heißt. Stünden für die Eiablage keine Motteneier mehr parat, werde man die nützlichen Insekten ebenfalls wieder los.

Nicht waschbare Textilien in den Gefrierschrank legen
Die Textilien sollte man zuerst waschen, ausklopfen oder absaugen und danach ausbreiten und dem Sonnenlicht aussetzen, wie es im Bericht der dpa heißt – und die einzelnen Stücke mehrfach wenden. Dadurch könnten vorhandene Eier und Larven austrocknen. Auch Kälte hilft, um die Motten dauerhaft loszuwerden: So sollte man empfindliche und nicht waschbare Textilien in den Gefrierschrank legen, wie es weiter heißt. „Bei minus 18 Grad über eine Woche sterben alle Entwicklungsstadien der Motten“, erläuterte Michèle Bandoly vom Umweltbundesamt in dem dpa-Bericht. Wichtig ist es demzufolge, die Bekämpfungsmaßnahmen über mehrere Wochen mehrmals zu wiederholen. „Denn mit nur einer Behandlung lassen sich nicht sicher alle Larven oder Eier abtöten.“
Motten vorbeugen: Duftsäckchen für den Kleiderschrank
Auch bestimmte Düfte mögen die Kleidermotten nicht. Sie können vorbeugend helfen, dass sich die Tierchen gar nicht erst angezogen fühlen. „In Drogerien, Apotheken, Reformhäusern oder im Naturkosthandel werden Duftsäckchen für den Kleiderschrank oder die Kommode angeboten“, informierte das Umweltbundesamt auf seiner Website. „Die Duftsäckchen bzw. Holzstücke sind regelmäßig zu erneuern, bevor sich der Duft verflüchtigt“, heißt es weiter. Noch ein Tipp: Die Oberfläche von Zedernholzstücken sollte „gelegentlich mit Schmirgelpapier aufgeraut werden, um die Duftwirkung zu verlängern“. Wollklamotten oder Wolldecken, die man zu der Jahreszeit nicht nutzt, sollte man zudem in Kleidersäcken luftdicht verstauen, um die Tierchen fernzuhalten.
Auch, wenn die Wohnung von Bettwanzen befallen ist, sollte man schnell handeln.