Heruntergefallene Äpfel oder Birnen nicht im Garten liegen lassen
Uns auf Google folgenFallobst sollte man zügig vom Rasen auflesen. Tipps, wie Hobbygärtner die Früchte noch verwerten können.
Was tun mit dem Fallobst im eigenen Garten? Viele Hobbygärtner wissen manchmal nicht, wohin damit. Kann man die heruntergefallenen Äpfel oder Birnen noch verwenden, oder sollte man sie besser entsorgen? Tipps, die jeder mit Blick auch auf andere Pflanzen im Obstgarten einfach beherzigen kann.

1. Wann kann man Fallobst noch verwerten?
Äpfel und Birnen, die vom Baum fallen, können trotz der unschönen Druckstellen zwar oft noch verwertet werden, so die Verbraucherzentrale Bayern. Sie eignen sich zum Beispiel für Saft, Mus oder Kuchen. Aber: Früchte mit Faulstellen sollten unbedingt aussortiert werden, betonen die Verbraucherschützer. „Vor allem Äpfel mit Braunfäule können erhebliche Mengen Patulin enthalten“ so Andrea Danitschek, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern in einer früheren Mitteilung. Bei Patulin handelt es sich laut der Verbraucherzentrale um ein „Schimmelpilzgift, das zu Erbrechen, Verdauungsbeschwerden und in extremen Fällen zu Organblutungen“ führen könne. Es sei hitzebeständig und werde beim Kochen und Backen nicht vollständig zerstört.
Birnen sollten schon bei kleinen Faulstellen entsorgt werden, schreibt die Verbraucherzentrale Bayern. „Hier besteht die Gefahr, dass sich das Schimmelpilzgift bereits ins gesunde Gewebe ausgebreitet hat.“ Äpfel mit kleinen Schadstellen oder Spuren von Insektenfraß könnten „noch bedenkenlos“ verwertet werden – dafür rät die Verbraucherzentrale, die betroffenen Stellen mit mindestens zwei Zentimeter Abstand großzügig herauszuschneiden. Lagern sollte man solche Äpfel aber nicht mehr, heißt es.
2. Warum sollte man Fallobst im Garten nicht liegen lassen?
Heruntergefallene Äpfel oder Birnen sollten Hobbygärtner nicht einfach auf dem Rasen liegen lassen. Schädlinge könnten sich ansonsten auf Pflanzen in der Umgebung ausbreiten. Darauf verweist, wie BR24 berichtete, die Gartenexpertin Karin Greiner: „Von diesem vorzeitigen Fallobst können sich nämlich durchaus Krankheitserreger und Schädlinge ausbreiten“, betont sie dem Bericht des BR zufolge und rät Gartenbesitzern, herabgefallene Früchte auf Schäden zu untersuchen. „Wurmlöcher im Kernobst? Dann ist der Apfelwickler aktiv. Angebohrte Pflaumen? Da futtern die Maden des Pflaumenwicklers oder der Pflaumensägewespe. Sofortiges Entfernen ist die beste Vorsorge fürs nächste Jahr.“
3. Wie kann man gesundes Fallobst kompostieren?
Eine Möglichkeit, gesundes Fallobst zu verwerten, ist der Kompost. Hier sollte man der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zufolge jedoch darauf achten, dass eine gute Durchlüftung des Haufens gegeben ist. Das klappt indem man das Obst lediglich in dünnen Schichten auf dem Kompost verteilt und jeweils wie eine Lasagne mit einer Schicht aus grobem Reisig, Rasenschnitt, Laub oder Hobelspänen voneinander trennt. Ein Kompostbeschleuniger, wie beispielsweise effektive Mikroorganismen, verhindere zudem eine Versäuerung des Kompostes. Wichtig: Ist Fallobst dagegen von Schädlingen oder Pilzen befallen, gehört es nicht auf den Kompost, sondern in die Biotonne.
Mit genügend Abstand zu den Bäumen kann man auch das eine oder andere Fallobstexemplar für Nützlinge wie Igel, Vögel und Insekten in den Garten legen, wie 24garten.de zudem berichtet. Doch längere Zeit sollte man das Obst nicht liegen lassen.