Viele verstehen sie falsch: Das bedeuten die Zahlen auf der Heizung

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Von: Sven Trautwein

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Die kleinen Zahlen am Heizungsregler sind für viele ein Rätsel. Was die Ziffern 1 bis 5 bedeuten – und wie Sie die Heizung passend einstellen.

München – Wenn die ersten kalten Tage kommen, greifen Millionen Deutsche zum Heizungsregler. Doch während die meisten intuitiv am weißen Drehknopf drehen, verstehen nur wenige, was die Zahlen darauf tatsächlich bedeuten. Ein weit verbreiteter Irrglaube: Je höher die Zahl, desto schneller wird es warm.

Das bedeuten die Zahlen am Thermostat

Heizkörper-Thermostat (Symbolbild)
Die Zahlen auf der Heizung werden falsch verstanden. Wer das System kennt, kann seine Heizkosten deutlich senken. (Symbolbild). © Herrmann Agenturfotografie/Imago

Die Realität sieht anders aus: Die Zahlen auf dem Drehregler eines Thermostats stehen für Temperaturschritte von ungefähr 4 Grad Celsius innerhalb eines Spektrums von ca. 12 °C (Stufe 1) bis 28 °C (Stufe 5).

Die Wahrheit hinter den Zahlen

Tatsächlich stehen die Ziffern nicht für die Heizleistung, sondern für die gewünschte Raumtemperatur, wie Oekotest.de informiert. Die Stufen haben folgende Bedeutung:

  • Stufe 1: ca. 12 °C
  • Stufe 2: ca. 16 °C
  • Stufe 3: ca. 20 °C
  • Stufe 4: ca. 24 °C
  • Stufe 5: ca. 28 °C

Die drei kleinen Striche zwischen den Zahlen sind dabei keine Dekoration, wie Mvv.de informiert. Diese bilden jeweils die 1-Grad-Schritte zwischen den Stufen ab. So lässt sich die Temperatur sehr präzise einstellen. Das bedeutet konkret: Wer die Heizung von Stufe 1 auf Stufe 5 aufdreht, sorgt nicht dafür, dass der Heizkörper schneller warm wird. Stattdessen teilt er dem integrierten Thermostat mit, dass der Raum 28 statt 12 Grad haben soll. Unabhängig davon, wie weit ein Thermostat aufgedreht ist, wird es immer gleich schnell warm. Eine voll aufgedrehte Heizung heizt also einfach nur länger.

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Warum keine Temperaturangaben?

Die Entscheidung der Hersteller, Zahlen statt Gradzahlen zu verwenden, hat einen praktischen Grund. Die Raumtemperatur hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann deshalb stark von den eingestellten Werten abweichen. Steht die Heizung etwa hinter einem Sofa oder unter einem Fensterbrett, kann sich dort Wärme stauen. Das Thermostat schaltet sich dann früher ab, ohne dass der gesamte Raum die gewünschte Temperatur erreicht hat.

Die geheimen Symbole entschlüsselt

Neben den Zahlen finden sich auf vielen Thermostaten weitere Symbole, die ebenfalls häufig missverstanden werden. Das Schneeflocken-Symbol steht für Frostschutz und sorgt für eine Raumtemperatur von 5 Grad Celsius, wie Chip.de schreibt. Diese Einstellung verhindert das Einfrieren der Heizungsrohre, wenn niemand zu Hause ist. Die Sonne befindet sich bei der Stufe Drei und kennzeichnet eine ideale Temperatur für Räume, in denen wir uns tagsüber aufhalten. Das Mondsymbol steht für die Nachtabsenkung und empfiehlt sich besonders für Schlafräume.

Das richtige Verständnis der Heizungsregler kann bares Geld sparen. Eine zu hoch eingestellte Heizung verbraucht unnötig Energie und wertvolle Ressourcen. So ist für Wohnräume eine Temperatur um 20 Grad (Stufe 3) empfehlenswert, für Schlafzimmer reichen oft 16 bis 18 Grad aus. Achten Sie darauf, dass sich kein Kondenswasser an den Scheiben sammelt.

Zwischen Stufe 3 und Stufe 4 lässt sich die Temperatur zum Beispiel auf 20, 22 oder 24 °C regulieren – dank der kleinen Striche zwischen den Hauptstufen, wie Bayern3.de informiert. Wer diese Feinabstimmung nutzt, kann den Energieverbrauch optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein weiterer Spartipp: Ist man länger als sechs Stunden außer Haus, sollte die Temperatur auf etwa 15 °C reduziert werden. Das spart Energie, ohne dass die Wohnung völlig auskühlt. (Quellen: Oekotest.de, Chip.de, Bayern3.de, Mvv.de, eigene Recherche) (str)

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