Wer grast denn da? Zwölf ungewöhnliche Wildtiere in Deutschland Aktualisiert: 26. Februar 2024 Von: Sabrina Reisinger
Uns auf Google folgen Rund 48.000 Tierarten leben in Deutschland. Neben alten Bekannten wie Reh und Hase finden sich in freier Wildbahn auch zahlreiche außergewöhnliche Arten.
1 / 12 Elche bringt man eigentlich mit kalten Ländern wie Schweden in Verbindung. Seit einigen Jahren wandern jedoch immer mehr Tiere aus Polen und Tschechien nach Deutschland ein. Anzutreffen gibt es die Elche in östlichen Bundesländern wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Bayern. © IMAGO 2 / 12 2. Flamingos: Flamingos in Deutschland? Tatsächlich lassen sich die rosaroten Vögel auch hierzulande finden. Genauer gesagt lebt eine Brutkolonie im Zwillbrocker Venn westlich von Münster. Zum Überwintern fliegen die Flamingos in das niederländische Rhein-Maas-Delta. © Erhard Nerger/IMAGO 3 / 12 3. Schildkröten: Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige wild vorkommende Schildkröte in Deutschland. Leider gibt es mittlerweile nur noch wenige Exemplare. Hauptsächlich halten sich die seltenen Reptilien in Feuchtgebieten östlich der Elbe auf.
© IMAGO
4 / 12 4. Wale: Die deutsche Nordsee zählt zur Heimat von verschiedenen Walarten. Die Gewässer vor der Insel Sylt sind seit 1999 ein Schutzgebiet für Schweinswale, die aber auch in der Ostsee einheimisch sind. Der Zwergwal oder Minkwal tümmelt sich dagegen nur in der Nordsee. © Willi Rolfes/IMAGO 5 / 12 5. Delfine: Am häufigsten werden Große Tümmler und Weißschnauzendelfine in der Nordsee gesichtet. Der Weißseitendelfin ist dagegen ein unregelmäßiger Gast in deutschen Gewässern, da er kühlere Wassertemperaturen bevorzugt. © Malcolm Schuyl/IMAGO 6 / 12 6. Nandus: Ursprünglich stammt der Nandu aus Südamerika. Dort sind die Laufvögel tatsächlich vom Aussterben bedroht. In Deutschland steigt die Population dagegen kontinuierlich an. Anzutreffen gibt es die Nandus im Biosphärenreservat Schaalsee zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. © IMAGO 7 / 12 7. Marderhunde: Von Ostasien nach Zentraleuropa: Die Marderhunde wurden in der damaligen Sowjetunion für ihr Pelz gejagt. 1960 überquerten sie erstmals die deutsche Grenze und sind seitdem in vielen Wäldern heimisch. Die nachtaktiven Tiere sind sehr scheu und verstecken sich oft im Unterholz. © G. Pohland/IMAGO 8 / 12 8. Wisente: Vor knapp 300 Jahren gab es die letzten freilebenden Wisente in Deutschland. 2013 änderte sich das: Eine Auswilderungsstation entließ eine kleine Herde Flachlandwisente im Rothaargebirge. Inzwischen wurden mehrere Tiere in freier Wildbahn geboren. © Friedhelm Adam/IMAGO 9 / 12 9. Luchse: In den letzten Jahrhunderten wurde der Luchs wegen seines Fells gejagt und starb in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas aus. Dank gezielten Wiederansiedlungsprojekten leben mittlerweile wieder zwischen 130 und 180 Tieren in deutschen Wäldern, vor allem im Bayerischen Wald. © IMAGO 10 / 12 10. Schakale: Der erste Goldschakal wurde 1997 in Deutschland gesichtet. Seitdem hat sich das Raubtier immer weiter ausgebreitet. Grund dafür ist wohl die Klimaerwärmung, da sich der Wolfsverwandte in wärmeren Gefilden am wohlsten fühlt.
© Hans Peter Eckstein/IMAGO 11 / 12 11. Papageien: Die Vögel bringt man eigentlich eher mit exotischen Ländern in Verbindung. Seit 1969 gibt es aber auch in Deutschland die sogenannten Halsbandsittiche. Auch andere Papageienarten wie Gelbkopfamazone, Mönchsittich und der Große Alexandersittich haben sich dauerhaft in Deutschland niedergelassen.
© Ronald Wittek/IMAGO 12 / 12 12. Kängurus: Wie bitte – wilde Kängurus in Europa? Tatsächlich büxten 2001 mehrere Bennett-Kängurus aus dem Zoo von Burg Stargard aus. Seitdem leben die Beuteltiere fern von ihrer australischen Heimat in Mecklenburg. In der hügeligen Landschaft fühlen sie sich offenbar pudelwohl. © IMAGO