Hätten Sie‘s gewusst? Zehn faszinierende Pferde-Fakten

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Von: Kirsten Lemke

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Pferde sind beeindruckende Tiere. Und sie stecken voller Überraschungen. Hier kommen zehn erstaunliche Pferde-Fakten.

Nahaufnahme eines Pferdeauges.
1 / 10Mit Rundumblick: Pferde haben fast eine 360-Grad-Sicht. Zu verdanken haben sie das ihren seitlich am Kopf platzierten Augen. Nur was sich direkt hinter ihnen und sehr nah an ihrem Körper befindet, können sie nicht sehen. Wenn sich ein Reiter auf ihren Rücken setzen darf, ist das ein riesiger Vertrauensbeweis, denn er befindet sich für das Pferd im toten Winkel. © IMAGO / Shotshop
Ein Fohlen liegt im Gras und schläft.
2 / 10Keine Langschläfer: Pferde schlafen nur rund drei bis fünf Stunden am Tag, davon nur 20 Minuten am Stück. Wenn sie sich sicher fühlen, legen sie sich hin, wenn sie besonders sicher sind, sogar flach auf die Seite. Weil sie als Fluchttier stets auf der Hut sein müssen, können sie jedoch auch im Stehen schlafen. Dabei fixieren sie ihre Kniescheibe, um nicht umzufallen. ©  IMAGO / YAY Images
Ein Pferdeohr in Nahaufnahme.
3 / 10Feine Lauscher: Pferde können ihre Ohren unabhängig voneinander bewegen. Das ermöglicht es ihnen, Geräusche präzise zu orten. Diese Eigenschaft ist enorm wichtig, um in der freien Natur zu überleben – ein Knacken im Gebüsch könnte ja ein Raubtier sein. Außerdem hören Pferde doppelt so gut wie ein Mensch. Schon kleinste Geräusche versetzen sie in den Fluchtmodus. Übrigens sind viele Pferde bei Wind nervös. Einerseits, weil dann viel herumflattert, andererseits, weil sie dann nicht mehr so gut hören können. © IMAGO / Depositphotos
Nahaufnahme eines braunen Pferdes mit hellem Halfter und kleinem Abzeichen.
4 / 10Gutes Gedächtnis: Zehn Jahre lang können Pferde sich an komplexe Lösungsstrategien und Menschen erinnern. Das hat einst eine Studie aus Frankreich bewiesen. Außerdem haben französische Forscher herausgefunden, dass Pferde ihre Bezugspersonen sogar auf Fotos wiedererkennen. Ihr gutes Gedächtnis sicherte Pferden das Überleben in freier Wildbahn. © IMAGO / Panthermedia
Zwei Schimmel stehen auf der Weide und beknabbern sich gegenseitig.
5 / 10Dicke Freunde: Pferde pflegen Freundschaften. Mögen sie einander, fressen, dösen und schlafen sie nah beieinander und beknabbern sich gegenseitig. Ein stabiles soziales Gefüge ist für Pferde überlebenswichtig. In freier Wildbahn bietet die Herde Schutz und sichert Ressourcen. Forscher haben außerdem herausgefunden, dass Pferde die Fähigkeit zu sozialem Lernen haben, neue Dinge also lernen, indem sie sich den Lösungsweg von einem Artgenossen abschauen. © IMAGO / Panthermedia
Ein fuchsfarbenes Pferd steht auf der Weide und flehmt.
6 / 10Spürnasen: Pferde können besser riechen als Hunde – das haben Wissenschaftler aus Tokio herausgefunden, indem sie die Gene für die Geruchsrezeptoren zählten. Beim Pferd sind es 1.066, beim Hund 811 und beim Menschen nur 396. Kein Wunder: Pferde müssen sich auf ihre Nase verlassen können, um zum Beispiel verdorbenes Futter oder ein nahendes Raubtier zu erkennen. Mit dem Jacobson’schen Organ können Pferde sogar spezielle Duftstoffe aus der Luft filtern, indem sie flehmen. Dabei ziehen sie die Oberlippe hoch und saugen die Luft ein. © IMAGO / Depositphotos
Ein braunes Pferd gähnt und man kann die Zähne sehen.
7 / 10Mit Biss: Die Zähne des Pferdes wachsen dauerhaft nach. Der Grund: Pferde mahlen ihr Futter, dabei nutzen sich die Zähne ab. Damit sie nicht irgendwann komplett weggeraspelt sind, schieben sie permanent Stück für Stück weiter aus dem Zahnfach heraus. Weil Pferde heutzutage nicht mehr so viel raufaserreiches Futter fressen, müssen sie regelmäßig zum Zahnarzt, der die Zähne mit einer Feile kürzt. Pferdekenner können das Alter eines Pferdes übrigens anhand der Zähne einschätzen. © IMAGO / Panthermedia
Die Beine eines Sportpferdes mit Gamaschen und Streichkappen im Trab auf dem Reitplatz.
8 / 10Aus Urzeiten: Pferde haben an den Innenseiten ihrer Beine einen kleinen Knubbel, die sogenannte Kastanie. Das ist ein kleines Stück Horn und war früher mal eine Zehe. Die Vorfahren des Pferdes lebten vor vielen Millionen Jahren und waren so klein wie ein Fuchs. Sie hatten noch keine Hufe, sondern Zehen. Die Kastanie ist ein Überbleibsel und nichts anderes als ein verkümmerter Zeh. Sie ist bei jedem Pferd einzigartig, genau wie der Fingerabdruck beim Menschen. © IMAGO / Dreamstime
Ein fuchsfarbenes Pferd wälzt sich auf der Weide.
9 / 10Tolle Rolle: Pferde lieben es, sich zu wälzen. Fängt ein Pferd damit an, machen es die Herdenpartner häufig nach. Es ist ansteckend, wie das Gähnen beim Menschen. Meist wälzen Pferde sich, um Fellpflege zu betreiben oder weil sie sich wohlfühlen. Es kann aber auch Zeichen einer Kolik sein. Dann muss das Pferd schnellstmöglich zum Tierarzt. ©  IMAGO / Zoonar
Nahaufnahme einer Pferdenase, an der viele Tasthaare zu sehen sind.
10 / 10Gefühlvoll: Die Tasthaare an Nüstern, Maul und Augen sind ein wichtiges Sinnesorgan – Pferde haben circa 50 davon. Mit ihnen können sie im Dunkeln „sehen“. So verhindern die Tasthaare, dass sie sich stoßen und helfen den Pferden, ihr Futter zu sortieren. Die Tasthaare zu kürzen oder gar abzuschneiden ist verboten. © IMAGO / Panthermedia

Pferde sind Flucht- und Herdentiere. Die Natur hat sie auf das karge und gefährliche Leben in der Steppe bestens vorbereitet. Auch wenn die meisten Pferde mittlerweile in menschlicher Obhut leben, haben sie sich ihre wilden Eigenschaften bis heute bewahrt. Daraus ergeben sich faszinierende Eigenschaften.

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