Katze verweigert Nahrung: Das bedeutet es, wenn sie nur am Futter schnuppert

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Von: Kirsten Lemke, Sandra Barbara Furtner

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Eine Katze schnuppert am Nassfutter.
Schnuppert die Katze an ihrem Futter, rührt es dann aber nicht an, kann das viele Gründe haben. Nicht immer steckt Mäkeligkeit dahinter. © Funke Foto Services/Imago

Es ist frustrierend, wenn die geliebte Samtpfote ihr Futter verschmäht. Die häufigsten Gründe – und was Sie tun können, um Ihrer Katze zu helfen.

Unter Katzenhaltern ist es fast schon ein wiederkehrender Witz: Man entdeckt endlich eine Futtersorte, die der Katze zusagt, kauft gleich eine größere Menge, und plötzlich entscheidet sie, dass ihr das Futter doch nicht mehr schmeckt. Für dieses Verhalten gibt es zahlreiche Erklärungen, und manchmal liegt die Ursache sogar beim Halter selbst.

Katze frisst nicht – nicht gleich eine neue Dose öffnen

Wenn die Katze ihr Futter nicht frisst, sollte man abwarten, bevor man eine neue Dose öffnet. Bietet man der Katze sofort eine andere Futtersorte an, weil sie die erste nicht gleich frisst, kann das die Situation verschlimmern. Die Katze könnte dann jedes Mal darauf hoffen, dass etwas Besseres im Napf landet. Daher ist es ratsam, kurz zu warten. Oft nehmen die Katzen das Futter dann doch an. Aus hygienischen Gründen sollte Nassfutter jedoch nicht länger als 30 Minuten stehen bleiben.

Lehnt die Katze ihr Nassfutter ab, empfiehlt es sich, es abzudecken und im Kühlschrank aufzubewahren. Beim erneuten Anbieten sollte man es leicht erwärmen, um den Geruch und Geschmack zu verstärken. Eine Mischung mit etwas warmem Wasser kann dabei helfen. Kaltes Futter wirkt nicht nur geschmacklos, sondern kann auch Magenprobleme verursachen. Auch Trockenfutter verliert mit der Zeit an Geschmack und Knusprigkeit, was dazu führen kann, dass die Katze es nicht mehr mag.

Anstatt ein- oder zweimal täglich große Portionen zu füttern, ist es besser, die Tagesration in mehrere kleine Mahlzeiten aufzuteilen. Dies entspricht dem natürlichen Verhalten der Katze. In freier Wildbahn erlegt sie täglich bis zu 15 kleine Beutetiere, wie der Deutsche Tierschutzbund erklärt.

Abwechslung im Napf

Wenn die Katze plötzlich eine bestimmte Futtersorte nicht mehr anrührt, könnte eine Rezepturänderung der Grund sein. Katzen bemerken solche Änderungen sofort und mögen sie nicht immer. Um dem vorzubeugen, sollten Katzenhalter für Abwechslung im Speiseplan sorgen und verschiedene Marken und Sorten anbieten. Beim Kauf ist es wichtig, auf die Zusammensetzung des Futters zu achten. Ein hochwertiges Alleinfutter mit mindestens 60 bis 70 Prozent Fleischanteil versorgt die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen.

Ein schlechter Appetit oder das völlige Ignorieren des Futters kann auch am Futterplatz liegen. Dieser sollte ruhig und geschützt sein, und die Futterschale sollte nicht in der Nähe der Katzentoilette oder des Wassernapfs stehen. Flache Ränder der Schale verhindern, dass die Katze mit ihren empfindlichen Schnurrhaaren anstößt. Der Futterplatz sollte sauber und geruchsneutral sein, da Katzen einen sehr feinen Geruchssinn haben. Duftstecker, Raumsprays oder stark riechende Reinigungsmittel können den Appetit der Katze verderben. Keramikschalen sind hygienisch und nehmen keine fremden Gerüche an. Sie sollten täglich gereinigt werden.

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Um den Appetit der Katze zu fördern und ihrem natürlichen Verhalten entgegenzukommen, kann man vor der Fütterung eine Spieleinheit mit der Reizangel einlegen. Dies simuliert die Jagd und das Erlegen von Beute, die anschließend verzehrt wird. Bei Freigängern kann es vorkommen, dass sie in der Nachbarschaft gefüttert werden und zu Hause dann nichts mehr fressen. In diesem Fall sollte man mit den Nachbarn sprechen und sicherstellen, dass die Katze zu Hause ausreichend Futter bekommt. So behält man den Überblick über die Futtermenge und kann Übergewicht vermeiden.

Auch gesundheitliche Probleme könnten die Ursache für das Fressverhalten sein. Zahnschmerzen werden bei Katzen oft spät erkannt, da sie Schmerzen gut verbergen können. Ein unangenehmer Geruch aus dem Maul, gerötetes Zahnfleisch und einseitiges Kauen können auf Zahnprobleme hinweisen. Neben Zahnschmerzen können auch andere Krankheiten und Gesundheitsprobleme hinter der Appetitlosigkeit stecken. Ein Besuch beim Tierarzt kann hier Klarheit schaffen.

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