Verdrehte Schlummerwelt: Warum Stubentiger mit Kinn nach oben träumen

Aktualisiert:

Von: Lara-Sabrina Kiehl

Uns auf Google folgen
Eine rote Katze schläft auf einem Holzbrett.
Schlafen Katzen, mit dem Köpfchen verdreht und dem Kinn nach oben, fühlen sie sich wohl und geborgen. © Dreamstime/Imago

Wenn Katzen sich zum Schlafen auf den Rücken rollen und das Kinn gen Himmel richten, verrät dies viel über Vertrauen, Wohlbefinden und sogar die feine Nase der Samtpfote.

Bis zu 16 Stunden täglich dösen Katzen und wechseln dabei spielerisch zwischen unzähligen Schlafstellungen. Vom kompakten „Brotlaib“ über elegante Seitlagen bis hin zu wahren Verrenkungen: Jede Position erzählt etwas über den Gemütszustand der Tiere. Besonders faszinierend: die Pose, bei der der Hinterkopf auf der Unterlage ruht und das Kinn nach oben gereckt ist. Was für uns seltsam aussieht, ist für den Stubentiger aber vollkommen normal – und ein aussagekräftiger Hinweis auf die Stimmung.

Wer seine Katze so vorfindet, darf sich geehrt fühlen. Mit dem Kinn nach oben schläft der Vierbeiner in einer Haltung, die den Bauch ungeschützt präsentiert und die Flucht erschwert. Für ein Beutetier wäre das draußen undenkbar. Entscheidet sich die Katze dennoch dafür, beweist sie: Hier fühle ich mich sicher. Sie vertraut ihrer Umgebung und besonders ihrem Menschen bedingungslos.

Gemütlich und flexibel

Katzen sind wahre Akrobaten. Ihr beweglicher Körper erlaubt selbst scheinbar unbequeme Verdrehungen, ohne dass sie Schmerzen verspüren. Für sie ist die Kopfüber-Haltung schlicht angenehm – ähnlich wie wir uns im Schlaf ausstrecken oder ein Bein über die Bettkante legen. Neben dem Wohlfühlfaktor hat die Pose auch praktische Vorteile. Indem die Katze die Ohren und manchmal auch die Nase an den Körper schmiegt, verliert sie weniger Wärme. Gleichzeitig dämpfen die Pfoten oder das Fell über den Ohren störende Geräusche – ein natürlicher Schutz vor Lärm, wenn kein „Kopfkissen“ bereitliegt.

So entspannt die Katze wirkt, ihre feine Nase bleibt aktiv. Mit dem Kinn nach oben liegt die Nase frei und die Vierbeiner können Gerüche aus allen Richtungen aufnehmen. So bemerkt der Stubentiger sofort, ob sein vertrauter Mensch den Raum verlässt – und kann bei Bedarf blitzschnell reagieren.

Schlaf unterstützen und fördern

So schläft Ihre Katze noch besser

Angenehme Temperatur
- Halten Sie die Raumtemperatur konstant und gemütlich – weder zu heiß noch zu kühl.
Ruhe bewahren
- Reduzieren Sie Lärmquellen: Fernseher leiser stellen, Fenster schließen, unnötige Geräusche vermeiden.
Licht dimmen
- Abends Vorhänge zuziehen oder Lampen abdunkeln, um störende Helligkeit zu verringern.

Wer seiner Samtpfote rundum erholsamen Schlaf gönnen will, sorgt für eine angenehme Raumtemperatur, reduziert Lärmquellen und dimmt abends das Licht. Wichtig: So verlockend der flauschige Bauch auch ist, ein Streicheln kann die Katze erschrecken. Viele mögen es auch gar nicht am Bauch angefasst zu werden, da der Bauch eine empfindliche Körperstelle ist. Besser einfach genießen und über den Anblick, dass sich Ihre Katze so entspannt zeigt, erfreuen.

Auch interessant:

Faszinierende Fakten über den Schlaf von Katzen

Katze schläft gerne auf Ihnen? Das hat einen speziellen Grund, so Katzenexpertin

Warum ziehen es Katzen vor, dass man ihre Pfoten nicht berührt?

Kommentare

$Teilen