Diese 7 Nationalparks zeigen Italiens wilde Seite
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Italien hat 25 staatlich anerkannte Nationalparks. Die meisten Reisenden kennen keinen einzigen davon. 7 Naturschönheiten, die sich besonders lohnen.
Dabei liegt das weniger an den Parks als an der Konkurrenz: Zwischen Amalfiküste, Toskana und den venezianischen Kanälen bleibt für Gebirgsparks im Süden oder tagelange Wanderungen durch die Abruzzen selten Platz. Dabei hat Italien in seinen Nationalparks eine Landschaft zu bieten, die mit dem Klischee des Landes kaum etwas gemein hat — abgelegen, ruhig, stellenweise wirklich unzugänglich. Sieben Parks, die einen eigenen Besuch verdienen, empfiehlt la-bella-vita.club.
1. Gran Paradiso

Im Nordwesten Italiens, auf der Grenze zwischen Aostatal und Piemont, liegt der älteste Nationalpark des Landes. Die Landschaft ist hochalpin und still, die Wege führen durch ernstes Gebirge. Steinböcke lassen sich hier aus kurzer Distanz beobachten — nicht weil sie zahm sind, sondern weil der Park ihnen seit Jahrzehnten Schutz bietet.
2. Stilfserjoch / Stelvio

Gletscher, Passstraßen, Hochgebirge auf über 3000 Metern. Der Nationalpark Stilfserjoch gehört zu den größten Alpenparks überhaupt und liegt in Südtirol. Die berühmte Stelvio-Passstraße mit ihren Kehren ist nur der bekannteste Teil — dahinter liegt ein weitläufiges Hochgebirge, das sich zu Fuß ganz anders erschließt als vom Auto aus. Noch mehr schöne Straßen in Italien, die sich für einen Roadtrip anbieten, stellt dieser Artikel vor.
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3. Belluneser Dolomiten

Was diesen Park auszeichnet, ist weniger die Kulisse als das, was in ihr wächst. Seit dem 17. Jahrhundert reisen Botaniker hierher, weil der südliche Teil des Parks von den Eiszeiten weniger verändert wurde als andere Teile der Alpen. Pflanzenarten, die anderswo verschwunden sind, haben sich hier gehalten — rund 1400 Gefäßpflanzen auf 31.000 Hektar, ein Viertel der gesamten italienischen Flora. Dazu über 3000 Gämsen, 115 Vogelarten und in den Karstgruben Insektenarten, die weltweit nur hier vorkommen. Infrastruktur gibt es kaum. Wer Geduld mitbringt, sieht viel.
4. Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise

Einer der wildesten Parks des Landes liegt im Herzen des Apennin. Dichte Buchenwälder, abgelegene Dörfer, Marsikanische Braunbären, Wölfe und Gämsen in tatsächlich nennenswerten Beständen. Die Tiere sind nicht gestellt und nicht garantiert — wer früh aufbricht und ruhig bleibt, hat aber echte Chancen auf Begegnungen, die in Westeuropa sonst kaum noch möglich sind.
5. Cilento, Vallo di Diano und Alburni

Kampanien ist bekannt für den Vesuv und die Amalfiküste. Der Nationalpark Cilento liegt eine Stunde weiter südlich und ist deutlich ruhiger. Hügel, Wälder und Berge treffen hier auf eine Küste, die zu den unbekanntesten und schönsten Süditaliens gehört. Wandern und Schwimmen am selben Tag, ohne dabei in organisierten Tourismus zu laufen.
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6. Pollino

Italiens größter Nationalpark erstreckt sich über Kalabrien und Basilicata — zwei Regionen, die im deutschen Reisemarketing kaum vorkommen. Schroffe Gebirge, tiefe Flussschluchten, kaum Tourismus. Das Wahrzeichen des Parks ist die Schlangenhaut-Kiefer, ein uralter Baum, der in den Felswänden wächst. Wer ein Ziel sucht, das noch nicht erschlossen ist, findet es hier.
7. Gargano

Der Gargano ist der Sporn des italienischen Stiefels — ein Gebirgsstock, der ins Adriatische Meer ragt und landschaftlich wenig mit dem flachen Apulien drumherum zu tun hat. Die Küste fällt steil ab, das Wasser ist klar, die Felsen leuchten weiß. Im Inneren liegt der Foresta Umbra, ein alter Buchenwald, der im Sommer so kühl und dunkel ist, dass man vergisst, in Süditalien zu sein. Wald und Meer, an einem Tag, ohne Kompromisse.