Kurzurlaub mit heißer Quelle: 7 Thermen in Norditalien für kalte Tage

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Von: Stephanie Kayser

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Sonnenuntergang in der Lombardei im Winter: heiße Quellen, kalte Luft.
Sonnenuntergang in der Lombardei im Winter: heiße Quellen, kalte Luft. © IMAGO

Wenn die Tage kurz sind und das Wetter eher nach Mantel als nach Motivation aussieht, fühlt sich Wärme wie ein Reiseziel an.

Norditalien ist dafür ideal: Berge liefern Kulisse, Kurorte liefern Quellen. Viele Anlagen liegen so, dass man den Thermenbesuch mit Altstadt, Seepromenade oder einer Runde an der frischen Luft kombiniert, ohne den halben Tag im Auto zu verlieren, beschreibt la-bella-vita.club.

1. Bormio in der Lombardei

Spektakulärer Bau, spektakuläre Aussicht: Bagni Vecchi in der Lombardei.
Spektakulärer Bau, spektakuläre Aussicht: Bagni Vecchi in der Lombardei. © IMAGO

Bormio in der Lombardei ist dafür das beste Beispiel. Der Ort liegt hoch im Veltlin, nah an den großen Alpenpässen, und ist im Winter Wintersportziel und Kurort zugleich. Wer dort eintaucht, hat nicht nur warmes Wasser, sondern gleich drei sehr unterschiedliche Thermenwelten zur Auswahl.

  • Bormio Terme ist die klassische Variante im Ort: große Becken, innen und außen, ohne viel Theater. Man kommt an, bleibt lange, und die Berge erledigen den Rest.
  • Bagni Vecchi ist das spektakuläre Gegenstück. Hier fühlt sich Thermalbaden an wie eine Zeitreise: grottenartige Räume, steinerne Becken, enge Durchgänge und Ebenen, die eher nach gewachsenem Felsbad wirken als nach moderner Wellnessanlage. Der Kontrast aus Dampf, Stein und Aussicht ist einmalig.
  • Bagni Nuovi ist die offenere Schwester, angeschlossen an ein Hotel, aber auch für Tagesgäste nutzbar. Mehr Fläche, mehr Wechsel zwischen drinnen und draußen, mehr Resort-Logik für alle, die einen ganzen Nachmittag von Becken zu Becken treiben wollen.

2. Meran in Südtirol

Die Therme Meran in Südtirol passt zu denen, die Wärme und Stadt in einem Tag unterbringen möchten. Meran liegt im Etschtal, eingerahmt von Bergen, mit Altstadt und Kurpark in Laufweite. Die Therme selbst wirkt modern und hell, viel Glas, viel Licht, eher urbaner Rückzugsort als Grotten-Atmosphäre.

3. Arco am Tobliner See

Garda Thermae in Arco liegt nördlich des Gardasees, dort wo Trentino schon nach Felswänden und klarer Luft aussieht. Arco ist ein kleiner Ort, bekannt für seine Burg und die Nähe zu Outdoor-Spots rund um Riva del Garda. Die Therme ist geradlinig und modern gedacht, mit Zeitfenstern und klarer Struktur, ideal als Wärmestopp nach einem Tag am See oder in den Bergen.

So wunderschön ist der Sonnenaufgang am Tobliner See im Winter.
So wunderschön ist der Sonnenaufgang am Tobliner See im Winter. © IMAGO/SergeyVovk

4. Naturns in Südtirol

Die Erlebnistherme Naturns in Südtirol ist die unaufgeregte Option im Meraner Land. Naturns liegt im Vinschgau, wenige Kilometer westlich von Meran, in einer Gegend, die sich gut für Spaziergänge im Tal eignet, wenn oben noch tiefer Winter ist. Die Anlage ist kleiner als die großen Spa-Resorts, gerade dadurch aber praktisch: hin, aufwärmen, raus, ohne dass daraus ein Tagesausflug wird.

5. Salsomaggiore Terme in der Emilia-Romagna

Die spektakuläre Terme Berzieri in Salsomaggiore Terme in der Emilia-Romagna.
Die spektakuläre Terme Berzieri in Salsomaggiore Terme in der Emilia-Romagna. © IMAGO

Terme Berzieri in Salsomaggiore Terme in der Emilia-Romagna setzt auf ein anderes Argument: Architektur. Salsomaggiore liegt bei Parma und war schon früh eine Kurstadt. Der Palazzo Berzieri wirkt innen wie ein Thermenpalast aus der Belle-Époque-Zeit, mit Art-déco/Liberty-Anmutung und viel Ornament. Wer Thermen als „Bühne“ mag, findet hier eines der markantesten Häuser Norditaliens.

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6. Sirmione am Gardasee

Die Therme in Sirmione am Gardasee, hier in der Sommeransicht.
Die Therme in Sirmione am Gardasee, hier in der Sommeransicht. © IMAGO

Sirmione am Gardasee ist die elegante Kombination aus Wasser und Altstadt. Der Ort sitzt auf einer schmalen Halbinsel, die Gassen führen fast automatisch ans Seeufer. Das Spa & Thermal Garden liegt nicht als Wellnessinsel irgendwo draußen, sondern mitten im Ort, mit warmem Wasser und Seeblick als Kulisse für einen Nachmittag, der sich schnell nach Kurzurlaub anfühlt.

7. Pozza di Fassa in den Dolomiten

Terme Dolomiti in Pozza di Fassa liegt mitten in den Dolomiten, in einem Tal, das im Winter nach Bergen im Großformat aussieht. Pozza di Fassa ist ein klassischer Ausgangspunkt für Skigebiete und Winterwanderungen. Die Anlage arbeitet als Parcours mit vielen Stationen: Becken, Saunen, Ruhebereiche, dazwischen immer wieder der Blick nach draußen. Wer die Berge nicht nur sehen, sondern im warmen Wasser „spüren“ will, ist hier richtig.

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