Ab April kommt die Einreisegebühr für Großbritannien – und sie soll doch höher ausfallen als gedacht
Uns auf Google folgenMit der elektronischen Einreisegenehmigung für Großbritannien kommt auch eine Gebühr. Der ursprünglich genannte Preis wurde jedoch erhöht.
Reisende aus der EU, darunter viele Deutsche, müssen sich auf höhere Kosten bei der Einreise nach Großbritannien einstellen. Ab dem 2. April 2025 ist eine digitale Registrierung, die sogenannte Electronic Travel Authorization (ETA), erforderlich, um ins Vereinigte Königreich zu reisen. Ursprünglich war in diesem Rahmen eine Gebühr von 10 Pfund (ca. 11,84 Euro) vorgesehen. Doch das britische Innenministerium plant nun, diese auf 16 Pfund (knapp 19 Euro) zu erhöhen, wie das Branchenportal FVW berichtet.
Höher Einreisegebühr für Großbritannien sorgt für Kritik

Proteste zu den Plänen des britischen Innenministeriums gab es zugleich vom Dachverband der Fluggesellschaften IATA: „Sollte dies umgesetzt werden, wäre dies ein selbstverschuldeter Schlag für die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Tourismus“, sagte der Generaldirektor Willie Walsh laut einer Mitteilung. Reisende, die von Großbritannien abfliegen, würden schon jetzt mit einer der höchsten Luftverkehrsabgaben konfrontiert werden, die im April erneut steigen soll. Hinzu komme, dass die in EU-Ländern geplante elektronische Einreisegenehmigung ETIAS deutlich günstiger sei – was sich auf die Wahl des Reiseziels auswirken könnte.
„Es ist an der Zeit, dass die britische Regierung das große Ganze sieht“, so Walsh. „Sie hat alles zu gewinnen, wenn sie das Vereinigte Königreich zu einem wettbewerbsfähigeren Reiseziel macht – einschließlich der beträchtlichen Steuereinnahmen, die Reisende generieren. Es macht keinen Sinn, Besucher mit hohen Kosten abzuschrecken, noch bevor sie einen Fuß in das Land setzen.“
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Elektronische Einreisegenehmigung: Erleichterung für Transitpassagiere in Aussicht
Eine erfreuliche Nachricht gibt es für Transitpassagiere: Ursprünglich war vorgesehen, dass auch sie eine ETA beantragen müssen, wenn sie beispielsweise über London in die USA weiterreisen. Doch nun deutet alles auf eine dauerhafte Ausnahmeregelung für den Transitverkehr hin. Laut dem britischen Innenministerium könnten Transitpassagiere möglicherweise von der ETA-Pflicht befreit werden. Dies würde eine Erleichterung für viele Reisende bedeuten, die Großbritannien nur als Zwischenstopp nutzen.
Unabhängig von der ETA bleibt jedoch seit 2021 ein gültiger Reisepass für die Einreise nach Großbritannien Pflicht. Der Personalausweis reicht nicht aus, um ins Vereinigte Königreich einzureisen. Reisende sollten sich daher frühzeitig um die notwendigen Dokumente kümmern, um Verzögerungen bei der Einreise zu vermeiden.