Ifo-Institut: Homeoffice-Anteil an der Arbeitszeit gleichbleibend
Uns auf Google folgenDas Ifo-Institut hat stabile Homeoffice-Quoten ermittelt. Wie sieht es der Umfrage zufolge in den verschiedenen Branchen aus?
Die Beschäftigten in Deutschland verbringen durchschnittlich 17 Prozent ihrer Arbeitszeit daheim, wie das Münchner Ifo-Institut berichtet. „Der Umfang von Homeoffice ist gegenüber dem Vorjahr unverändert“, sagt ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. „Dies mag vor dem Hintergrund der Debatte um die Rückkehr ins Büro überraschen. Doch das Ergebnis deckt sich mit anderen Daten, wonach das Homeoffice keinesfalls auf dem Rückzug ist.”
If: Beschäftigte verbringen 17 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice
So seien aktuell 23,4 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice. Da sei nur ein minimaler Rückgang seit Februar. Zudem habe eine Auswertung von Stellenanzeigen ergeben, dass darin deutlich häufiger Homeoffice als Option angeboten werde. Zuletzt zeigte sich ein Höchststand von rund 21 Prozent.

Große Unterschiede je nach Branche
Bei der Frage, wie viel der Arbeitszeit daheim verbracht wird, gibt es je nach Branche entsprechend große Unterschiede: Besonders intensiv werde in der IT-Branche (58 Prozent der Arbeitszeit) und in den Unternehmensberatungen (50 Prozent) von daheim aus gearbeitet, heißt es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Dagegen verbrächten Arbeitnehmer auf dem Bau und in der Gastronomie lediglich zwei Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice. In der Industrie seien es zehn Prozent der Arbeitsstunden.
Homeoffice sei in Großunternehmen besonders verbreitet, berichtet das Ifo-Institut zudem. Dort verbrächten Beschäftigte 20 Prozent ihrer Arbeitszeit zu Hause. Dagegen liege der Anteil in kleinen und mittleren Unternehmen nur bei 15 Prozent. Die Ergebnisse basieren den Angaben zufolge auf der Ifo-Konjunkturumfrage unter rund 9.000 Unternehmen.
Homeoffice-Angebote könnten zunehmend Bedeutung erlangen
Angebote für Homeoffice könnten in Zeiten des Fachkräftemangels immer entscheidender im Kampf um die besten Talente werden: So hatte kürzlich eine Analyse der Bertelsmann Stiftung ergeben, dass sich der Anteil an Stellenanzeigen mit der Möglichkeit zum „Remote-Arbeiten“ in den vergangenen fünf Jahren auf knapp 18 Prozent verfünffachte. (Mit Material der dpa)