Eine kranke Leber macht sich erst spät bemerkbar: Daher ist es wichtig, Warnsignale zu erkennen

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Von: Juliane Gutmann

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Schätzungsweise haben bereits 500.000 Menschen in Deutschland eine Lebererkrankung Ein ungesunder Lebensstil mit hohem Alkoholkonsum sind häufig die Ursachen.

Die Leber hat die Aufgabe, potenziell schädliche Substanzen wie Alkohol, Medikamente und Giftstoffe aus der Nahrung zu verarbeiten. Wenn die Leber erkrankt und ihre Funktion nicht mehr erfüllen kann, können schwerwiegende Folgen auftreten. Die Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung, von der etwa ein Drittel der Erwachsenen und jedes dritte übergewichtige Kind betroffen sein soll. Wenn eine Fettleber nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie sich zu einer Schrumpfleber entwickeln. Ärzte bezeichnen diesen Zustand als Leberzirrhose, bei der das Lebergewebe vernarbt. Dies kann nicht nur die Entgiftungsfunktion beeinträchtigen, wie die Deutsche Leberhilfe erklärt, sondern auch die Verdauung und Blutgerinnung. Es können lebensbedrohliche Folgen wie Organversagen und Leberkrebs auftreten.

Etwa 50.000 Menschen leiden an einer Lebererkrankung

Die Angaben zur Häufigkeit der Leberzirrhose variieren je nach Quelle. Die Deutsche Leberhilfe schätzt, dass etwa 500.000 Menschen in Deutschland an Leberzirrhose leiden und jährlich über 20.000 Menschen an den Folgen einer Lebererkrankung sterben. Das Portal Leberzirrhose zitiert hingegen eine Studie, die von etwa 1.000.000 Leberzirrhose-Patienten in Deutschland ausgeht.

Ein jungen Mann sitzt vor einem geöffneten Pizzakarton und trinkt Alkohol aus einer braunen Flasche
Alkohol und eine ungesunde Ernährung gehören zu den Risikofaktoren einer Lebererkrankung (Symbolbild). © Depositphotos/ IMAGO

Laut der Deutschen Leberhilfe sind die häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose:

  • Übermäßiger Alkoholkonsum: Bei Leberzirrhose ist in mehr als 50 Prozent der Fälle ein überhöhter Alkoholkonsum die Ursache, wie die Deutsche Leberstiftung informiert.
  • Chronische Virushepatitis
  • Drogenmissbrauch
  • Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen
  • Alkoholbedingte und nicht-alkoholbedingte Fettleber

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Warnsignale erkennen, wenn die Leber krank ist

Die Leber macht sich in der Regel erst bemerkbar, wenn eine Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Symptome, die auf eine Leberzirrhose hinweisen können, sind laut dem Portal Apotheken Umschau und der Deutschen Leberhilfe:

  • Hautveränderungen (z.B. Gelbfärbung der Haut, Lebersternchen (sternförmige Neubildungen der Blutgefäße), gerötete Handinnenflächen oder Fußsohlen)
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Mattigkeit, Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Dunkler Urin
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Psychische Verstimmung
  • Juckreiz
  • Weißfärbung der Fingernägel
  • Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch
  • Bei Frauen: Regelstörungen oder Ausbleiben der Monatsblutung
  • Wasserbauch (Aszites)
  • Verwirrung

Eine Leber-Hirn-Störung, auch hepatische Enzephalopathie genannt, kann im schlimmsten Fall zu einem Koma führen und ist ebenfalls eine mögliche Konsequenz der Leberzirrhose.

So können Sie Ihre Leber schützen und einer Leberzirrhose vorbeugen

Es ist wichtig, den Alkoholkonsum so gering wie möglich zu halten und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um die Leber gesund zu halten. Die Deutsche Leberhilfe empfiehlt zudem, dass gesunde Menschen sich gegen Hepatitis B impfen lassen sollten. Ein gesunder Lebensstil, der viel Bewegung und den Verzicht auf Genussmittel wie Zigaretten, Zucker und fettreiche Nahrung beinhaltet, trägt generell zur Gesunderhaltung des Körpers bei. Zudem sollte man regelmäßige Arztbesuche nicht vernachlässigen. Bei einer Diagnose von Lebererkrankungen ist es unerlässlich, diese ärztlich überwachen und behandeln zu lassen.

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