Darum sollten Sie schwarze Holunderbeeren „auf keinen Fall roh“ essen

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Von: Anne Hund

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Aus den Beeren lassen sich viele Leckereien zaubern. Doch bei der Zubereitung gibt es ein paar Dinge zu beachten. Das Bundeszentrum für Ernährung informiert.

Im Spätsommer ist Holunderzeit. Und in der Küche lassen sich aus den herb-säuerlich schmeckenden Beeren viele Leckereien wie Chutney, Sorbet oder Quarkspeisen zubereiten. Allerdings sollte das Wildobst „auf keinen Fall roh gegessen werden“, betont das Bundeszentrum für Ernährung. „Denn in den Samen reifer Früchte und in unreifen Früchten ist der Giftstoff Sambunigrin enthalten“ – das sei ein natürlicher Fraßschutz der Pflanze, könne aber „im Körper zu Blausäure umgewandelt“ werden, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung auf seiner Website. Bauchschmerzen und Durchfall seien die Folge. Die Empfehlung lautet stattdessen: Holunderbeeren als Gelee, Marmelade oder Konfitüre einkochen. Denn: „Durch Erhitzen auf Temperaturen von über 80 Grad Celsius zerfällt das Sambunigrin und verliert somit seine toxische Wirkung.“

Schwarze Holunderbeeren einkochen

Für einen Holunderbeerensaft werden die Früchte „mit wenig Wasser aufgekocht und zugedeckt 15 bis 20 Minuten geköchelt“, so einer der vonseiten des Bundeszentrums für Ernährung in dem Beitrag genannten Zubereitungstipps. Wer mag, kann noch „Apfelstückchen und etwas Zitronensaft“ hinzugeben. „Durch ein feines Sieb gießen und je nach Geschmack mit Honig oder Zucker süßen“, heißt es weiter. „Nochmals aufkochen, um Mikroorganismen zu minimieren, und heiß in saubere Flaschen füllen.“ Für ein Holundergelee wird der Saft mit Gelierzucker aufgekocht und „nach Lust und Laune mit Gewürzen wie Zimt und weiteren Früchten wie Zwetschgen und Brombeeren verfeinert“.

Schwarzer Holunder, Fliederbeere, Hollerbusch (Sambucus nigra), selbstgemachter Holundergelee in einem Einmachglas, Deut
Die Empfehlung lautet: Holunderbeeren als Gelee, Marmelade oder Konfitüre einkochen. (Symbolbild) © blickwinkel F. Hecker/Imago

Holunder ist nicht gleich Holunder – aufgepasst vor giftigen Doppelgängern

Wer im Spätsommer schwarze Holunderbeeren pflücken will, sollte sich allerdings gut auskennen, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) heißt. Denn Holunder ist nicht gleich Holunder, so der wichtige Hinweis. Der Rote Holunder und der Zwergholunder sind „zwei giftige Doppelgänger“, wie die Verbraucherzentrale NRW in einer Mitteilung (Stand: 28. August) warnt. Wer sich nicht sicher sei, sollte „aufs Pflücken besser verzichten“, erklären die Verbraucherschützer.

Ansonsten sind schwarze Holunderbeeren sehr gesund – sie wurden 2024 sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Sie enthalten „neben Mineralstoffen und Flavonoiden auch Provitamin A sowie die hitzeempfindlichen B-Vitamine und Vitamin C“, heißt es in der Mitteilung. „Roh sollten die Beeren allerdings nicht verzehrt oder verarbeitet werden, denn die Samen enthalten den natürlichen Giftstoff Sambunigrin“, weiß die Lebensmittelexpertin Hannah Zeyßig bei der Verbraucherzentrale NRW. Die schwarzen Holunderbeeren müssen, wie die Verbraucherzentrale in ihrer Mitteilung stattdessen erklärt, „unbededingt gekocht“ werden.

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