Handy-Blitzer auf der Autobahn: In diesem Bundesland ist es beschlossene Sache

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Hantieren Autofahrer während der Fahrt mit ihrem Mobiltelefon, ist das hochgefährlich. Sogenannte Handy-Blitzer können dies erkennen. Ein erstes Bundesland führt sie nun ein.

Wer zu schnell fährt, wird unter Umständen von einer Radarfalle erfasst. Auch wer über eine rote Ampel fährt, kann geblitzt werden. Ähnlich ergeht es bald Handy-Sündern am Steuer: Wer in Rheinland-Pfalz auf der Autobahn unterwegs ist und mit einem Mobiltelefon hantiert, wird möglicherweise von der sogenannten Monocam geblitzt. Die Technik ist in der Lage zu erkennen, ob ein Autofahrer sein Smartphone während der Fahrt nutzt.

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Monocam-Testphase in Rheinland-Pfalz startete 2022

In Rheinland-Pfalz startete im Jahr 2022 eine mehrere Monate lange Testphase. An insgesamt rund 90 Tagen, in denen die Handy-Blitzer auf der Autobahn im Einsatz waren, wurden mehr als 1.250 Verstöße festgestellt. Im Anschluss kündigte man an, die Smartphone-Blitzer in Rheinland-Pfalz einführen zu wollen. Sind Fahrer durch ihr Mobiltelefon abgelenkt, erhöht das die Unfallgefahr enorm. „Mit dieser zukunftsweisenden Technik wollen wir gemeinsam mit der Polizei die Ablenkungsunfälle reduzieren“, sagte Innenminister Michael Ebling damals nach dem Ende der Testphase.

Monocam auf einer Autobahn-Brücke
Bereits 2022 wurden Handy-Blitzer auf Autobahnen in Rheinland-Pfalz getestet. Jetzt kommt die Technik in den Regel-Einsatz. © Einsatz-Report24/Imago

Alle fünf Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz sollen mit Monocams ausgestattet werden

Laut ADAC hat man in Rheinland-Pfalz nun die rechtliche Grundlage für den Einsatz der Technik geschaffen – möglich macht es eine Novelle des Polizeigesetzes. Das exakte Startdatum für die Handy-Blitzer steht noch nicht fest, aber laut SWR.de will die Polizei in Rheinland-Pfalz zunächst ein Gerät anschaffen. Welches Polizeipräsidium es erhält, ist noch nicht klar. Fest stehe aber: Demnächst sollen alle fünf Präsidien in dem Bundesland mit einer Monocam ausgestattet sein.

So funktionieren die Handy-Blitzer

Das System funktioniert folgendermaßen: Die Monocam beobachtet den Verkehrsfluss aus einer erhöhten Position – eine spezielle Software achtet mithilfe von künstlicher Intelligenz auf Mobiltelefone im Bereich des Fahrers und auf deren entsprechende Handhaltung. Sind beide Kriterien erfüllt, löst die Kamera aus. Anschließend wird dann noch von einem Polizeibeamten der Verstoß bewertet.

Wird man mit dem Handy hinter dem Steuer erwischt, muss man mindestens mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Werden bei der Nutzung des Mobiltelefons andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, beziehungsweise kommt es dadurch zu einem Unfall, werden 150 beziehungsweise 200 Euro fällig, dazu gibt es zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

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