Von Niederrhein bis Sauerland: Fünf schöne NRW-Frühlingsziele, die nichts kosten
Uns auf Google folgenNach den vielen grauen Wochen erscheinen einem die ersten Frühlingsstrahlen wie eine Erlösung. Fünf Orte zum Genießen zwischen Niederrhein und Sauerland.
Sobald die Sonne nach dem langen Winter die erste Kraft entwickelt, zieht es die Menschen in NRW aus den Wohnungen. Wer jetzt raus will, braucht kein Budget, sondern nur das richtige Ziel. Wo sich der Saisonstart in den Frühling besonders schön erleben lässt, ohne dass man dafür zahlen muss, stellt yeswe.koeln vor:
Emmerich: Die Bastion am Rhein

Ganz im Norden, kurz vor der niederländischen Grenze, ist der Rhein am breitesten. Die zwei Kilometer lange Uferpromenade in Emmerich ist eine massive Konstruktion aus Stein und Beton. Wenn die Sonne flach über das Wasser kommt, wird die Kaimauer zum Treffpunkt. Man sitzt dort, beobachtet die Güterschiffe auf ihrem Weg in die Häfen und spürt die Märzsonne. Es ist ein Ort ohne Schnörkel: Wasser, Wind und Stahl.
Eifel: Durchblick im Nationalpark
Im Kermeter, hoch über dem Rursee, herrscht Anfang März absolute Transparenz. Da die Buchen noch keine Blätter tragen, flutet das Licht den Waldboden bis in den letzten Winkel. Der „Wilde Weg“ führt barrierefrei auf Holzstegen durch das Revier. Am Aussichtspunkt Hirschley blickt man auf den See, der in der harten Sonne wie eine Metallplatte glänzt. Es ist die ehrliche, spröde Seite der Eifel.

Niederfischbach: Kurztrip in den Forst
An der Grenze zwischen Sauerland und Siegerland bietet der Eichhörnchenweg das, was in der Stadt fehlt: Ruhe und kalte, klare Luft. Der Weg durch den Nutzwald lebt vom Kontrast zwischen den nackten Stämmen und der Märzsonne. Es riecht nach feuchter Erde. Wer hier läuft, bekommt den Kopf frei, bevor das Unterholz im Mai wieder alles zuwuchert. Ein Ziel für den schnellen Ausbruch ohne viel Planung.
Monheim: Rückzug in die Aue

Zwischen Düsseldorf und Köln liegt der Monheimer Rheinbogen. Sobald die Winterhochwasser zurückgehen, wird die Auenlandschaft wieder begehbar. Es ist eine flache Welt aus Gras und Kies, direkt am Strom. Man stellt das Auto ab und läuft einfach los. Hier gibt es keine Zäune und keine Regeln, außer denen der Natur. Das Rauschen der Weiden am Rheinufer schluckt den Lärm der Autobahnen in der Ferne.
Köln: Die herrschaftliche Enklave

In Riehl liegt die Flora, ein botanischer Garten, der seit 1864 als Gegengewicht zum Kölner Chaos fungiert. Während draußen auf der Amsterdamer Straße der Verkehr stockt, blühen hier tausende Krokusse auf den Rasenflächen unter Palmen. Der Eintritt ist bis Sonnenuntergang frei. Die strenge Symmetrie der Anlage bietet einen Ruhepol für alle, die eine Pause vom Asphaltgrau der Millionenstadt brauchen.