Lebensgefahr droht: Was Sie bei einer Panne auf der Autobahn auf keinen Fall tun sollten
Uns auf Google folgenUnfälle wegen ungesicherter Gefahrenstellen sind auch in Hessen keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, dass Autofahrer wissen, worauf sie bei einer Panne achten müssen. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt nun Tipps.
Kassel - Ein platter Reifen, ein qualmender Motor und komische Geräusche: Eine Panne mit dem Auto kommt immer ungelegen. Besonders auf der Autobahn können diese zu gefährlichen Situationen werden. Das zeigen Vorfälle in Hessen aus den vergangenen Wochen. So krachte auf der A44 bei Kassel ein Lkw mit voller Wucht in einen Sattelschlepper, der liegen geblieben war.
Auf der A7 bei Petersberg (Landkreis Fulda) kollidierte ein Lkw mit einem Audi, der auf dem Standstreifen stand. Der Fahrer hatte die Gefahrenstelle nicht gesichert. Ein großer Fehler. Denn wie der ADAC Hessen-Thüringen mitteilt, gibt es für Autofahrer wichtige Dinge, die sie bei einer Panne beachten sollten!
Wie handeln Sie bei einer Autopanne richtig? ADAC gibt wichtigen Tipp
Erste Handlung, wenn das Auto streikt: Warnblinker einschalten. Anschließend sollten Autofahrer am besten auf einen Parkplatz oder in eine Haltebucht fahren. Der Standstreifen ist nur eine Option für den Notfall. Außerdem hat der ADAC einen besonders wichtigen Tipp: Wenn das Auto steht, die Vorderräder nach rechts ausrichten. Sollte es zu einer Kollision kommen, wird der Wagen dann nicht auf die Fahrbahn geschleudert.
Steht das Auto, gilt: Sicherheit geht vor. Insassen verlassen den Wagen am besten über die Beifahrerseite. So wird das Risiko verringert, von einem Auto erfasst zu werden. Dann sollten sich alle hinter die Leitplanke begeben und dort warten. Auch für Hundebesitzer hat der ADAC eine Empfehlung: Diese sollten ihren Hund unbedingt anleinen – sonst droht Gefahr.

Besonders bei Fahrzeugteilen auf der Fahrbahn ist Vorsicht geboten
Eine besondere Situation entsteht, wenn vor dem Stehenbleiben Ladung oder Fahrzeugteile verloren wurden. Diese sollte auf keinen Fall selbstständig von der Straße geholt werden. „Das ist lebensgefährlich“, sagt ADAC-Sprecher Oliver Reidegeld. In diesem Fall muss die Polizei informiert werden.
Besonders ungesicherte Pannenstellen werden immer wieder zu Gefahr für andere Autofahrer. Deswegen ist auf Autobahnen das Warndreieck 150 Meter vor der Pannenstelle aufzustellen. Auf Landstraßen beträgt der Abstand mindestens 100 Meter.
Und dann gilt: Hilfe rufen. Wie der ADAC mitteilt, sollten beim Notruf auch Marke und Fahrzeugfarbe genannt werden. Das macht es den Helfern einfacher, das Fahrzeug zu finden.
Ist das Fahrzeug dann abgeschleppt oder repariert, weißt der ADAC auf eine letzte Sache hin: Das Warndreieck, was aufgestellt wurde, auch wieder mitnehmen!