Blitzeinschläge und Überflutungen: Unwetter hinterlassen Schäden in Bayern – ein Toter
Uns auf Google folgenVollgelaufene Keller, zerstörte Dächer, überflutete Straßen: Eine Superzelle über Bayern sorgte zum Teil für heftige Verwüstung. Die Bilanz am Montag.
Update vom 22. Juli, 13.19 Uhr: Die Unwetter in Bayern sorgten in einigen Teilen für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen (siehe Erstmeldung). In Bad Hindelang im Oberallgäu trat der Zillenbach über die Ufer und überschwemmte ein Hotel. Laut Informationen des BR sind seitdem 180 Hotelgäste ohne Strom, da eine Trafostation neben der Tiefgarage überflutet worden sei. Es dürfte es noch längere Zeit dauern, bis die reguläre Stromversorgung im Hotel wiederhergestellt werden kann, so der BR. Am Abend solle allerdings erstmal ein mobiles Notstromaggregat eingesetzt werden.
Erstmeldung vom 22. Juli, 10.20 Uhr: München – Nach einigen heißen Tagen krachte es am Wochenende wieder ordentlich in Bayern. Unwetter samt Superzelle zogen über den Freistaat hinweg. Während am Samstag (20. Juli) noch Oberfranken im Fokus stand, entlud sich der Himmel am Sonntag vor allem über Oberbayern, Schwaben und Mittelfranken.
Unwetter über Bayern: Mehrere Blitzeinschläge fordern die Feuerwehr – junger Mann stirbt
Bei den Gewittern am Samstag kam der Freistaat vergleichsweise glimpflich davon. Im Norden von München wurden einige Straßen überflutet, ein Baum stürzte in der Landeshauptstadt ebenfalls um. In Oberfranken in der Region um Bamberg kam schon etwas mehr Regen vom Himmel, Unterführungen wurden überschwemmt, einige Keller liefen voll.
Die Unwetter am Sonntag waren dann schon wesentlich stärker. Eine Superzelle sorgte vor allem in Oberbayern für Schäden. In München und Freising schlugen Blitze in ein Haus ein und beschädigten einen Kamin sowie zahlreiche Dachziegel. Auf der Zugspitze traf ein Blitz einen 18-jährigen Wanderer und verletzte diesen durch einen Stromschlag tödlich.
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Gewitter haben es in sich: In Freising und Oberasbach herrschte Land unter
Besonders hart betroffen waren am Sonntagabend die Landkreise Freising, Dachau und Pfaffenhofen an der Ilm. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte dort zeitweise mit der höchsten Warnstufe – „extreme Unwetter“ zogen durch die Landkreise. Die Feuerwehren waren am Abend im Dauereinsatz. In Allershausen wurden beispielsweise mehrere Straßen überflutetet, zahlreiche Keller liefen voll. Aber auch in Peißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) überschwemmten die Wassermassen zahlreiche Straßen, die Einsatzkräfte versuchten Schlimmeres zu verhindern.

Auch Mittelfranken hat einiges an Schäden zu verzeichnen. In der Frankenmetropole Nürnberg wurden einige Unterführungen überflutet, in Weißenburg schob dich ein Schlammfluss durch den Ortsteil Kehl. Auch in Oberasbach (Landkreis Fürth) herrschte zeitweise Land unter, ein VW blieb in einer überschwemmten Unterführung stecken. Die Feuerwehr rückte auch hier zu mehreren Unwettereinsätzen aus.
Sommerprognose für Bayern: Kommt eine achtwöchige Hitzewelle?
Nach dem heißen Wochenende sinken die Temperaturen zum Wochenstart auf angenehme 22 bis 25 Grad. Auch in den nächsten Tagen werden laut verschiedener Wettervorhersagen erstmal keine Hitzetage erwartet, Gewitter seien allerdings trotzdem möglich. Ab August sagt Meteorologe Jan Schenk dafür eine achtwöchige Hitzewelle voraus.