„Ganzes Inventar kaputt“: Haus durch Hochwasser überflutet – Verein setzt sich für Familie ein

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Von: Tanja Kipke

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Das Haus der Familie in Kitzingen wurde von den Wassermassen überschwemmt.
Das Haus der Familie in Kitzingen wurde von den Wassermassen überschwemmt. © Joachim Krines

Immer noch kämpfen die Bewohner in den betroffenen Gebieten gegen die Folgen des Hochwassers in Bayern. Ein Helferkreis setzt sich für eine Familie ein, deren Haus überschwemmt wurde.

Kitzingen – Das Hochwasser Ende Mai hat in zahlreichen Gemeinden Bayerns enorme Schäden hinterlassen. Keller und Straßen wurden geflutet, Autos liefen voll, ein Erdrutsch zerstörte Teile einer Burg. Auch in Unterfranken kämpft man noch immer mit den Folgen. Das Haus einer Familie aus Kitzingen „soff“ regelrecht ab, das Wasser stand 1,40 Meter hoch im Erdgeschoss. „Alles an Inventar ist kaputt“, erklärt Joachim Krines vom Helfer Shuttle Eltmann e.V. unserer Redaktion.

Nach Hochwasser in Bayern: Familie erhält Hilfe von Ehrenamtlichen

Er schätzt allein den baulichen Schaden auf 30.000 Euro, eine Versicherung für derartige Fälle ist nicht vorhanden. Zwei volle Schuttcontainer seien bereits mit zerstörtem Hab und Gut entsorgt worden. Während die Kinder der Familie bei Freunden und Verwandten unterkommen, müssen die Eltern so schnell wie möglich das Haus wieder bewohnbar machen.

Der Helferverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flut-Opfer in Not zu unterstützen. So auch die Familie aus Kitzingen. „Unsere Helfer sind noch nicht in dem Haus tätig, da Wände erst noch getrocknet werden müssen. Beginnen mit der Sanierung werden wir in ungefähr zwei Wochen“, sagt Krines. Erste Materialspenden seien bereits organisiert. Die ehrenamtlichen Handwerker tun alles, damit die Familie schnell wieder einziehen kann.

Helfer Shuttle Eltmann e.V.

Nach der Flut im Ahrtal wurde der Helfer Shuttle Eltmann e.V. im September 2021 formell gegründet, im Dezember 2021 offiziell eingetragen. Er besteht aus Ehrenamtlichen, die Flut-Opfern beim Wiederaufbau ihres Zuhauses helfen. Der Verein finanziert sich durch Spenden.

Auch im Ahrtal ist der Verein aus Franken weiterhin tätig. Mittlerweile gebe es auch weitere Anfragen aus Oberbayern und Niederbayern. „Dorthin entsenden wir in den nächsten Tagen einen Erkundungstrupp.“ Man wolle sich auch dort für die Menschen starkmachen.

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Helferkreis für Flut-Opfer: „Uns gehen langsam die Spendengelder aus“

Da die Helfer ehrenamtlich arbeiten, ist der Verein finanziell auf Spenden angewiesen, um die Fahrt- und Materialkosten zu stemmen. „Was sich für uns sehr schwierig gestaltet, ist die Tatsache, dass uns so langsam die Spendengelder ausgehen und wir finanziell an unsere Grenzen kommen“, erklärt Krines. Wer helfen möchte, kann dies auf der Website des Helfer Shuttle Eltmann e.V. tun.

In den letzten Tagen kam es wieder zu heftigen Unwetter, die in einigen Teilen Bayerns erneut für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller sorgten. Das Wetter will sich offenbar einfach nicht beruhigen, daher sind Vereine wie der von Krines umso wichtiger, damit auch Betroffene ohne finanzielle Hilfe durch Versicherungen wieder auf die Beine kommen. (tkip)

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