GNTM-Teilnehmerin aus Böblingen bricht in Tränen aus: „Wurde rassistisch beleidigt und hintergangen“
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Die 18-jährige Böblingerin Amaya Baker nimmt an der neuen Staffel von Germany‘s Next Topmodel teil. Im Vorab-Interview spricht sie offen über Rassismus-Erfahrungen.
Böblingen - Die 18-jährige Amaya Baker aus Böblingen hat einen Traum: Sie möchte Topmodel werden. Am 3. Februar wird sie erstmals bei der 17. Staffel Germany‘s Next Topmodel als eine von drei Kandidatinnen aus dem Raum Stuttgart im TV zu sehen sein. Im Vorab-Interview zur Sendung spricht die junge Frau mit nigerianischen Wurzeln über ihre Erfahrungen mit Rassismus. Trotz schmerzhafter Erinnerungen kann sie mittlerweile offen über das Erlebte sprechen.
„Als ich damals in die weiterführende Schule gekommen bin, habe ich gemerkt, dass ich anders bin als die anderen - da wurde ich auch rassistisch beleidigt“, erzählt Amaya, die mit einer nigerianischen Mutter und einem deutschen Vater aufgewachsen ist. Sichtlich bewegt berichtet Amaya, dass sogar ihre besten Freundinnen ihr damals zu spüren gegeben hätten, dass sie „anders sei“. Die Erfahrung sei für sie sehr schlimm gewesen. „Ich wollte es gar nicht wahrhaben - weil diese Freundinnen eigentlich alles von mir wussten und ich mich bei ihnen Zuhause gefühlt habe“, sagt sie und kann die Tränen nicht zurückhalten. „So hintergangen zu werden, ist schon hart.“
Amaya aus Böblingen bei GNTM 2022: „Das Wichtigste ist, an sich selbst zu glauben“
Trotz ihrer unschönen Erfahrungen in der Vergangenheit gibt sich die Böblingerin in ihrem Vorstellungsvideo kämpferisch. „Ich will den Leuten beweisen, dass ich einen starken Charakter habe und an mich glaube“, sagt sie. „Und das ist eigentlich das Wichtigste - an sich selbst zu glauben.“
Dass in ihr ein Kämpferherz schlägt, hat die 18-jährige, die aktuell eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert, bereits im Sport bewiesen: Seit sechs Jahren spielt sie beim HSG Böblingen/Sindelfingen Handball, inzwischen in der Oberliga (vierthöchste Spielklasse im deutschen Handball, Anm. d. Red.).
Mutter über GNTM-Amaya: „Sie hasst Ungerechtigkeiten“
„Amaya ist ein herzensguter Mensch“, sagt ihre Mutter, die in dem Video ebenfalls zu Wort kommt. „Sie hasst Ungerechtigkeiten.“ Auch Amayas beste Freundin bestätigt: „Sie will immer, dass es allen gut geht, dass alle lachen. Ihre eigenen Probleme stellt sie nach hinten und achtet viel auf die anderen.“
Neben der sympathischen Böblingerin nehmen bei GNTM 2022 noch zwei weitere Kandidatinnen aus Baden-Württemberg teil. Die 20-jährige Kashmira aus Winnenden (Rems-Murr-Kreis) zählt mit einer Größe von 1,54 Metern zu den kleinsten Kandidatinnen. Vanessa aus Metzingen (Kreis Reutlingen), ebenfalls 20 Jahre, sprach in ihrem Vorstellungsvideo über ihre Erfahrungen als Adoptivkind.