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Supervollmond steht bevor - so groß wird er erst wieder in zwölf Jahren

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Von: Franziska Vystrcil

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Am 13. Juli gibt es den nächsten Supermond zu sehen. So groß und hell wie in dieser Nacht wird er für viele Jahre nicht mehr zu sehen sein.

Stuttgart - In diesem Monat erwartet uns ein großes Spektakel am Nachthimmel: Der sogenannte Supervollmond wird erstrahlen. Der Supermond ist der größte - und somit vollste - Mond des Jahres. Er tritt auf, wenn ein Voll- oder Neumond mit einem Mindestabstand zur Erde zusammenfällt. 

Am 13. Juli ist es wieder so weit, dann befindet sich der Mond an seinem erdnächsten Punkt für das gesamte Jahr 2022. Doch nicht nur deshalb ist der Supervollmond im Juli etwas ganz Besonderes: Erst in etwa zwölf Jahren wird der Himmelskörper unserem Planeten wieder so nahe sein.

Weltraum-Spektakel: Supervollmond erst 2034 der Erde wieder so nah

Nicht nur für Astronomen, auch für Hobbyfotografen wird der Supervollmond in der Nacht vom 13. Juli ein wunderschönes Motiv bieten. Nur in dieser Nacht kommt der Mond der Erde so nahe. Dadurch erscheint er um sieben Prozent größer und rund 14 Prozent heller als in der kleinsten Vollmond-Variante. Bereits im Juni kam der Supervollmond der Erde besonders nahe. Genauer gesagt betrug der Abstand im Juni noch 357.435 Kilometer bis zur Erde. Nun ist er nochmals ein Stückchen näher: Durchschnittlich ist der Himmelskörper 384.400 Kilometer von der Erde entfernt. Am 13. Juli sind es knapp 30.000 Kilometer weniger. Es liegen dann nur noch 357.264 Kilometer zwischen dem blauen Planeten und dem Mond.

Supervollmond über der Kaiserburg in Nürnberg
In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli ist erneut ein Supervollmond zu sehen. © Timm Schamberger/dpa

Näher zur Erde wird der Supervollmond erst wieder in knapp zwölf Jahren sein. Am 25. November 2034 kommen sich Erde und Mond noch einmal rund 1.000 Kilometer näher, schreibt der MDR. Im Mai gab es ebenfalls ein Mondphänomen zu bestaunen: Eine totale Mondfinsternis gibt es sonst nur viermal in einem Jahrzehnt zu sehen.

Da es bis 2034 noch eine Weile hin ist, sollte man das gute Wetter in Deutschland dieses Jahr nutzen. Denn die Bedingungen am 13. Juli sind zur Mondbeobachtung optimal. Nach dem Sonnenuntergang (etwa zwischen 21.15 Uhr und 21.30 Uhr) ist der Vollmond in Mitteldeutschland bereits sehr gut zu sehen. Kurz nach 22 Uhr sieht man ihn im Südosten aufgehen. Seinen Zenit, also seinen Höchststand, erreicht der Supervollmond allerdings erst am Donnerstag (14. Juli) um 1.30 Uhr. Gegen etwa 5 Uhr geht er schließlich im Südwesten wieder unter.

Nicht nur der Supervollmond ist zu sehen: Saturn, Jupiter und Mars klar erkennbar

Nicht nur der Blick auf den Supervollmond ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli frei. Die Raumstation ISS kreuzt den Mond auf seinem Weg. Zum ersten Mal geschieht das gegen 23.23 Uhr. Weitaus spektakulärer ist jedoch eine andere Sichtung: dem Mond folgen in einer Reihe in Richtung Osten die Planeten Saturn, Jupiter und der Mars. Kurz vor 1 Uhr und kurz nach 2.30 Uhr sind dann der Supervollmond, die Planeten sowie die ISS gemeinsam in einer Reihe zu sehen.

Einige Himmelsspektakel finden jährlich und zur gleichen Zeit statt. Im April kann man etwa die Lyriden am Nachthimmel beobachten.

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