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Spektakel am Nachthimmel: Der Supermond kommt der Erde bald besonders nah

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Von: Franziska Vystrcil

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Im Juni kommt es zu einem sogenannten Supermond. Dann ist der Himmelskörper der Erde besonders nah. Alle Informationen rund um das Phänomen.

Stuttgart - Der Nachthimmel hat etwas Faszinierendes an sich. Leuchtende Sterne, vorbeiziehende Satelliten oder seltene Ereignisse, wie etwa eine Mondfinsternis, ziehen Menschen seit Anbeginn der Zeit in ihren Bann. Einige Phänomene finden dabei öfter statt als andere. Im Mai etwa löst ein Komet alljährlich Sternschnuppenschauer aus. Der Meteorstrom der Eta-Aquariiden erfüllt in dieser Zeit den Sternenhimmel. Weitaus seltener ist da die totale Mondfinsternis, wie sie im vergangenen Monat stattgefunden hat.

Von Sternschnuppen bis hin zur Mondfinsternis erwarten uns 2022 viele Himmelsphänomene, wie auch heidelberg24.de berichtet. Im Juni kommen Astronomie-Fans ebenfalls auf ihre Kosten. Am 21. Juni steht der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres bevor, die sogenannte Sommersonnenwende. Spektakulärer ist dabei allerdings ein Ereignis am 14. Juni. Dann sorgt der sogenannte „Supermond“ für einzigartige Bilder.

Supermond kommt am 14. Juni der Erde am nächsten

Der Supermond ist der bisher größte - und somit vollste - Mond des Jahres. Ein Supermond tritt auf, wenn ein Voll- oder Neumond mit einem Mindestabstand des Mondes zur Erde zusammenfällt. In der Nacht auf den 15. Juni, etwa gegen 3 Uhr morgens, ist der Himmelskörper „nur“ noch 357.685 Kilometer von der Erde entfernt. Dabei ist er unserem Planeten etwa 30.000 Kilometer näher als an anderen Vollmondnächten. Dies lässt ihn größer erscheinen als sonst - er wird zum „Supermond“.

Supervollmond in Brandenburg
Im Juni ist wieder ein Supermond am Nachthimmel zu sehen. © Patrick Pleul/dpa

Auch in Deutschland bekommen wir dieses Ereignis zu Gesicht, allerdings nicht in seinem ganzen Ausmaß. Denn der Supermond erreicht am Dienstag, 14. Juni, um 13.51 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit seine Vollmondphase. Zu dieser Zeit ist es bei uns in Deutschland Tag, durch die Sonneneinstrahlung ist der Mond vermutlich nur schwer am Himmel auszumachen. Beeindruckend sind auch Bilder aus dem All, die die NASA veröffentlicht hat.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Auch am Abend wird der Mond noch gut zu sehen sein. Zwar ist er dann nicht mehr in seinem vollen Umfang zu sehen, das fällt aber kaum auf. Ein Unterschied wird allerdings auch Laien ins Auge springen. Im Vergleich zu einem normalen Vollmond ist der Supermond etwa 30 Prozent heller als der erdfernste Minimond, ein Vollmond, der wiederum mehr als 405.000 Kilometer vom Erdmittelpunkt entfernt ist. Doch natürlich spielt das Wetter in Deutschland eine große Rolle, ob der Blick auf den Mond frei ist.

Auch im Juli erleuchtet ein Supermond den Himmel

Im Juli folgt ein weiterer Supermond. Am 13. Juli um 20.38 Uhr ist er der Erde am nächsten. Dieser ist sogar noch ein paar Kilometer näher an unserer Erde (357.417 Kilometer) und fällt mit der Abenddämmerung auf eine für uns in Deutschland gute Zeit, um den Mond zu sehen. Wer also im Juni das Ereignis nicht beobachten kann, dem bietet sich im Folgemonat die nächste Chance.

Fakten zum Mond

Masse: 7,3483 x 1022 Kilogramm
Mittlerer Radius: 1737,5 Kilometer
durchschnittliche Dichte: 3341 Kilogramm pro Quadratmeter
Rotationsperiode: 27,32 Tage
Orbitalperiode: 27,32 Tage
durchschnittliche Entfernung von der Erde: 384.400 Kilometer

(Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

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