Traurige Prognose

Stephen Hawking: „Neue Lebensform“ könnte Kern der Menschheit auslöschen

Stephen Hawking bei einem Vortrag, daneben eine Illustration einer gigantischen Explosion auf der Erde
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Stephen Hawking warnte zu Lebzeiten vor einer Künstlichen Intelligenz, die den Menschen übertreffen wird.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Der britische Astrophysiker Stephen Hawking gehörte zu Lebzeiten zu den schlausten Köpfen der Welt. Vor seinem Tod machte er eine beängstigende Prognose für die Menschheit.

Cambridge - Eines Tages wird es den Planeten Erde nicht mehr geben. Da sind sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt einig. Ausgerechnet die Sonne, die essenziell für das Leben auf der Erde ist, soll unserem Planeten den Garaus machen. Zuletzt berechneten Forscher den Zeitpunkt, an dem die Sonne die Welt zerstört. In fünf bis sieben Milliarden Jahren könnte die Erde zu einem Stern werden.

Doch womöglich droht der Menschheit schon weitaus früher die Auslöschung. Und zwar nicht durch die Sonne, sondern durch eine andere Lebensform. Stephen Hawking warnte noch vor seinem Tod: Die Menschheit schaufelt sich vielleicht ihr eigenes Grab.

Stephen Hawking: „Wir müssen uns den sehr realen Gefahren bewusst sein“

Die Entdeckung neuer Heilmittel, bisher unbekannter Tierarten oder des schnellsten Asteroiden im Sonnensystem - die Wissenschaft macht jedes Jahr neue Fortschritte und Erkenntnisse. Auch die Technologie steht der Wissenschaft in nichts nach. Genau darin sah Stephen Hawking jedoch eine große Gefahr für die Menschheit. Nur wenige Monate vor seinem Tod im März 2018 gab er der Computerzeitschrift wired.com ein Interview. Dabei kam auch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Sprache - und welche Gefahren sie birgt.

Stephen Hawking war der Auffassung, dass die KI vielversprechend ist und große Chancen bietet, aber gleichzeitig auch große Gefahren birgt. „Wir müssen bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz voranschreiten, aber wir müssen uns auch ihrer sehr realen Gefahren bewusst sein“, sagte der Physiker gegenüber der Zeitschrift.

Eine Sache beunruhigte Stephen Hawking besonders. „Ich befürchte, dass KI den Menschen vollständig ersetzen könnte“, so das Genie. „Wenn Menschen Computerviren entwerfen, wird jemand eine KI entwerfen, die sich selbst repliziert. Dies wird eine neue Lebensform sein, die den Menschen übertreffen wird.“ Der Kern der Menschheit, das lebenslange Lernen und Denken, könnte von KI förmlich ausgelöscht werden.

Laut Stephen Hawking muss sich die Menschheit auf die Suche nach einem neuen Planeten machen

Vor seinen Tod beschäftigte sich der Physiker viel mit der Zukunft unseres Planeten. Stephen Hawking warnte die Menschheit vor einem fatalen Fehler. Denn neben der möglichen Gefahr durch Künstliche Intelligenz sah Hawking die Menschheit auch durch äußere Einflüsse wie den Klimawandel bedroht. Seiner Meinung nach sollte daher intensive Weltraumforschung betrieben werden, um „schließlich geeignete Planeten für die menschliche Besiedlung zu kolonisieren“. „Ich glaube, wir haben den Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt“, so der Wissenschaftler.

Die Erde werde für die wachsende Weltbevölkerung auf lange Sicht zu klein und die Menschheit laufe Gefahr, sich selbst zu zerstören. „Wir müssen aktiv eine alternative Lebensweise verfolgen, wenn die Menschheit weitere 1.000 Jahre überleben soll“, sagte Stephen Hawking. Eine große Gefahr bestehe laut dem Wissenschaftler auch durch ein Experiment, das in der Nähe von Baden-Württemberg stattfindet. Das sogenannte „Gottesteilchen“ könnte das Universum kollabieren lassen.

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