Heißer werdende Sonne

Uns geht die Luft aus: Forscher berechnen, wann auf der Erde kein Leben mehr möglich ist

Wolken und Kontinente der Erde sind auss dem Weltraum zu sehen.
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Dünne Schicht: Die Sonne wird in ferner Zukunft dafür sorgen, dass die Atmosphäre Sauerstoff verliert - das Ende für Leben auf der Erde.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Die Erdatmosphäre besteht aus mehreren Gasen. Das für den Menschen wohl wichtigste ist Sauerstoff. Doch der wird in ferner Zukunft Mangelware. Schuld daran ist die Sonne.

Atlanta/Tokio - Die Weiten des Weltraums sind faszinierend und beängstigend zugleich - das geht wohl jedem so, der bereits den Sternenhimmel beobachtet und dabei seinen Gedanken freien Lauf gelassen hat. Dank wissenschaftlicher Errungenschaften kann die Menschheit diese Gedanken aber mittlerweile auch überprüfen - und dabei Erstaunliches herausfinden. Beispielsweise kann inzwischen eine NASA-Sonde ein Brummen 23 Milliarden Kilometer entfernt von der Erde aufnehmen.

Allerdings können nicht alle Erkenntnisse jegliche Besorgnis angesichts des schier endlosen Weltalls zerstreuen. Unlängst entdeckten Forscher einen gigantischen Kometen, der auf unser Sonnensystem zusteuert. Das ist bei weitem aber nicht die einzige Gefahr, die unserem Planeten von außen droht. Ausgerechnet unser zentrales Gestirn, das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich macht, wird es in ferner Zukunft wohl auch wieder vernichten. Dann wird die Sonne unsere Heimat wohl bei 1.000 Grad Hitze zerstören. Der Mensch wird dann aber wohl längst nicht mehr existieren - denn dem macht der Stern bereits vorher den Garaus - zumindest wenn es nach zwei Forschern geht.

Leben auf der Erde: In ferner Zukunft gibt es für den Menschen nicht mehr ausreichend Sauerstoff

Es klingt zunächst absurd, aber laut Forschern verschwindet in ferner Zukunft der Sauerstoff der Erde (Merkur* berichtete). Das haben Christopher Reinhard vom Georgia Institute of Technology in Atlanta und Kazumi Ozaki von der Universität Tokio herausgefunden. Die beiden Wissenschaftler untersuchten dabei diverse Modelle und prognostizierten so die voraussichtliche Zusammensetzung der Erdatmosphäre in ferner Zukunft.

Demnach ist es sehr unwahrscheinlich, dass der hohe Sauerstoffgehalt in der Erdatmosphäre eine dauerhafte Eigenschaft unseres Planeten bleibt - und damit zusammenhängend auch Lebensformen, die von Sauerstoff abhängen. Die Abnahme des Sauerstoffgehalts nennen die Forscher laut iflscience „die große Sauerstoffentfernung“. Ist diese abgeschlossen, wird die Atmosphäre der Erde aus erhöhten Methanwerten und geringen Kohlenstoffdioxidmengen bestehen. Die Ozonschicht werde ganz fehlen, so die Wissenschaftler.

Heißer werdende Sonne: Zentralgestirn sorgt dafür, dass Sauerstoffgehalt der Atmosphäre schrumpft

Der Hauptgrund für das Verschwinden des Sauerstoffs aus der Erdatmosphäre ist den Forschern zufolge die allmählich heller - und heißer - werdende Sonne. Die Erwärmung der Erde wird auf lange Sicht nämlich die Menge an Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre verringern. Denn Kohlenstoffdioxid absorbiert Wärme und löst sich dann auf. Damit beginnt aber eine Kette, an deren Ende der Tod allen sauerstoffbasierten Lebens steht.

Denn Pflanzen und andere Organismen brauchen Kohlenstoffdioxid für die Photosynthese - den Prozess, bei dem auch Sauerstoff entsteht. Je heißer die Sonne, desto weniger Kohlenstoffdioxid und umso geringer schlussendlich der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre - das Aus für das Überleben der Menschheit. Den baldigen Erstickungstod müssen wir trotzdem nicht fürchten. Zwar ist nicht ganz klar, wann genau der Prozess in Zukunft stattfinden wird. Es wird allerdings definitiv noch Millionen bis Milliarden Jahre dauern. *Merkur ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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