Himmelsspektakel

„Weihnachtskomet“ Leonard ist mit bloßem Auge zu sehen

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Bereits vor wenigen Tagen konnte man den Kometen Leonard am Nachthimmel beobachten. Am 17. und 18. Dezember besteht erneut die Möglichkeit, einen Blick auf ihn zu erhaschen.

Stuttgart - Diese Chance gibt es nur alle 80.000 Jahre: Im Dezember kommt Komet Leonard der Erde so nahe, dass er mit bloßem Auge zu sehen ist. Bereits am 12. Dezember haben Astro-Fans den auch unter C/2021 A1 bekannten Kometen am Nachthimmel beobachtet. Da erreichte Leonard seinen erdnächsten Punkt und flog in „nur“ 35 Millionen Kilometer Entfernung an uns vorbei. Spektakuläre Fotos beweisen, dass der „Weihnachtskomet“ deutlich zu sehen war.

Eine letzte Chance, den kosmischen Weihnachtsgast zu beobachten, haben Hobby-Astronomen am 17. oder 18. Dezember. Dann wird der Komet sehr nahe an der Venus vorbeiziehen, sodass er leichter zu sehen sein wird. Laut scinexx.de wird Leonard an einem dieser Tage nach Sonnenuntergang gegen 17 Uhr dicht unterhalb der Venus am Südwesthorizont sichtbar sein. Mit ein wenig Glück erscheint der Komet als schwacher, leicht grünlicher Lichtfleck. Wer ein Teleskop zur Hand hat, kann auch seinen zarten Schweif erkennen.

Komet Leonard: „Nehmen Sie ein Fernglas mit und ich denke, Sie werden belohnt“

„Suchen Sie sich einen dunklen Himmel mit guter Sicht auf den Horizont, nehmen Sie ein Fernglas mit und ich denke, Sie werden belohnt werden“, sagt Astronom Gregory Leonard, der den Kometen am 3. Januar 2021 entdeckt hat und daher dessen Namensgeber ist, gegenüber dem Wissenschaftsportal iflscience.com. In nur 4,2 Millionen Kilometern Entfernung fliegt der Komet an der Venus vorbei. Es ist der nächste bekannte Vorbeiflug eines Kometen an der Venus.

Dieses Bild des Kometen „C/2021 A1 Leonard“ wurde mit einem Teleskop in England aufgenommen.

Kometen bestehen aus gasförmigen und festen Teilchen und umlaufen meist die Sonne auf Bahnen. Nach allgemeiner Auffassung sind Kometen Überreste der Entstehung des Sonnensystems, so wie auch Meteoroiden und Asteroiden. Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur etwa zwei Kometen entdeckt wurden, liegt der Durchschnitt heute bei etwa 30 Kometen jährlich.

Kometen: Namen stammen von Entdeckern

Neuentdeckte Kometen werden von der Internationalen Astronomischen Union nach dem jeweiligen Entdecker benannt. Der Mega-Komet „Bernardinelli-Bernstein“ gilt als größter, der jemals gesehen wurde, und hat gleich zwei Namensgeber: Pedro Bernardinelli und Gary Bernstein.

Rubriklistenbild: © University of Hertfordshire/dpa

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