„Oumuamua“

Harvard-Professor ist sicher: Alien-Satellit wurde im Universum gesichtet

  • Sina Alonso Garcia
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Als vor wenigen Jahren ein unbekannter Himmelskörper in unserem Sonnensystem auftauchte, teilte sich die Wissenschaft in zwei Lager: Die einen sagen, es war ein Komet. Andere, wie der Harvard-Professor Avi Loeb, glauben hingegen an Alien-Technologie.

Cambridge - Im Oktober 2017 sichteten Astronomen per Teleskop ein unbekanntes Objekt in unserem Sonnensystem. Seither streiten Forscher um den Himmelskörper, genannt „Oumuamua“ (hawaiianisch: „der Kundschafter“). Immer wieder tauchen zu seinem Ursprung neue Theorien auf*. Avi Loeb, ehemaliger Professor für Astrophysik an der Harvard University, sorgt unter Wissenschaftlern mit einer ganz eigenen These für Aufsehen: Laut ihm handelt es sich bei dem Objekt um eine voll funktionsfähige Sonde, die absichtlich von einer außerirdischen Zivilisation in die Nähe der Erde gesandt wurde.

Die Flugbahn des Objekts deutete darauf hin, dass es von außerhalb des Sonnensystems kam und nach einem kurzen Vorbeiflug in die Tiefen des Weltraums unterwegs war. Nach seiner Sichtung gingen Wissenschaftler bei Oumuamua zunächst davon aus, es sei ein Komet, dann ein Asteroid. Später einigte man sich erneut auf einen Kometen. Astrophysiker Avi Loeb geht jedoch seit einiger Zeit davon aus, dass es sich bei dem Objekt im Universum um einen Alien-Satelliten handelt.

„Etwas, das wir noch nie zuvor gesehen hatten“: Oumumamua als Beweis für Aliens?

Seine These begründet Avi Loeb gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) wie folgt: „Das Problem ist, dass Oumuamua keinen Kometenschweif hatte. Normalerweise, wenn sich Kometen der Sonne nähern, verdampft ihre Eishülle und es bildet sich ein Schweif. Im Fall von Oumuamua konnten Teleskope allerdings keinen entdecken.“ Da das Objekt sich mit abnehmender Kraft von der Sonne wegbewegte, müsse es folglich von einer zusätzlichen Kraft angetrieben worden sein.

„Alles in allem war Oumuamua etwas, das wir noch nie zuvor gesehen hatten“, so Loeb gegenüber dem RND. Unter „Mainstreamwissenschaftlern“ sei die Suche nach außerirdischem Leben jedoch Tabu. „Sie wollen nichts davon hören, solange man ihnen nicht ein Alien bringt und zeigt.“ Kopernikus und Galielo Galilei hätten jedoch gezeigt, dass wir Menschen uns physikalisch nicht im Zentrum des Universums befinden. „Heutzutage wollen die Menschen glauben, dass sie sich im Zentrum der biologischen Welt befinden. Das stimmt nicht, es ist genau andersherum. Wir müssen nur nach Beweisen Ausschau halten“, betont Loeb.

Umstrittene Alien-These: Das sagen andere Wissenschaftler zu „Oumuamua“

Der mysteriöse Himmelskörper Oumuamua ist im Jahr 2017 durch unser Sonnensystem gekreuzt (künstlerische Darstellung).

Während Loeb fest davon überzeugt ist, dass Oumuamua auf Aliens hinweist, schloss das International Space Science Institute (Issi) einen künstlichen Ursprung aus. In einem 2019 veröffentlichten Paper legt das Institut dar, dass das interstellare Objekt natürlichen Ursprungs sei. Eine Erklärung, die diese These stützt, liefern auch die Forscher Alan Jackson und Steven Desch von der Arizona State University. Wie die New York Times berichtet, war Oumuamua laut Jackson und Desch ein Splitter von einem fernen Planeten, der zu einem anderen Stern gehört. Vor langer Zeit brach er bei einer Kollision mit einem Asteroiden ab und wurde durch den Weltraum geschleudert, so ihre Theorie.

Für Aufsehen sorgte die These von Alien-Befürworter Avi Loeb erstmals vor drei Jahren. In einem wissenschaftlichen Aufsatz von ihm und seinem Kollegen Smuel Bialy schrieb der Astrophysiker: „Oumuamua könnte eine voll funktionsfähige Sonde sein, die absichtlich in die Nähe der Erde von einer außerirdischen Zivilisation gesandt wurde.“ Auch in seinem Buch „Außerirdisch. Intelligentes Leben jenseits unseres Planeten“ schreibt Avi Loeb über das Thema. Nach seiner Veröffentlichung wurde das Buch in Amerika zum Bestseller. Von 2011 bis 2020 leitete Loeb die Astronomie-Abteilung in Harvard.

Unerklärliche Ereignisse: Monolith in Baden-Württemberg gesichtet

Auch in Baden-Württemberg geschehen wiederholt unerklärliche Ereignisse. So tauchte in Baden-Württemberg ein rätselhafter Monolith auf, dessen Ursprung sich niemand erklären konnte. Auch gaben kürzlich im Schwarzwald seltsame Markierungen mit ominösen Zeichen Rätsel auf. In den beiden aufgezählten Fällen ist eine Alien-Theorie jedoch ausgeschlossen. *merkur.de ist ein Angebot von Ippen.Media.

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