Moderne Technologie

5 geniale Erfindungen für Menschen mit Behinderung, die zu Tränen rühren

Ein junger Mann hält eine Armprothese aus Lego in die Kamera.
+
Ein junger Student aus Andorra hat eine Armprothese aus Lego entwickelt.
  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
    schließen

Es gibt zahlreiche technologische Erfindungen, die uns den Alltag erleichtern - angefangen beim Auto bis hin zum Smartphone. Gerade viele Menschen mit Behinderungen sind auf Alltagsassistenten angewiesen.

1. Hirnimplantat ermöglicht vollständig blinder Frau das Sehen von Formen

Zum ersten Mal seit 16 Jahren konnte eine Frau aus Spanien sehen - na ja nicht ganz, aber zumindest Formen erkennen und ein Videospiel spielen. In einem Experiment setzten Forscher der zum Zeitpunkt der Experimente 57-Jährigen ein Hirnimplantat ein, das mit einer Spezialbrille und dessen Kamera verbunden ist. Die Daten aus der Brille wurden an das Mikroimplantat im visuellen Cortex, der Sehrinde in ihrem Gehirn, geschickt.

Daraufhin wurden die Neuronen in ihrem Gehirn stimuliert und sie konnte einfache Lichtformen wahrnehmen. Durchgeführt wurde die Studie unter anderem von Wissenschaftlern um Eduardo Fernández von der Universität Miguel Hernández. Die Erfindung ist deshalb ein Hoffnungsschimmer, weil sie blinden Personen helfen könnte, simple Sehfähigkeiten zurückzugewinnen. Das könnte ihren Alltag enorm erleichtern.

2. Wie Farbenblinde wieder Farben sehen können

Um das Sehen geht es auch bei der folgenden Erfindung. Millionenfach wurden Videos im Netz angeklickt, bei denen den meisten wohl die Tränen beim Zuschauen kamen. Dabei bekommt eine farbenblinde Person eine besondere Brille geschenkt, die das Sehen von Farben ermöglicht. Die Reaktionen der Farbenblinden ist überwiegend sehr rührend.

Diese spezielle Brille hat Gläser, die aus hunderten hauchdünnen Schichten besteht. Sie funktioniert, indem sie bestimmte Farben herausfiltert und das Gehirn der Farbenblinden austrickst. Ein Clip im Netz erklärt, wie diese Art von Brillen genau wirken.

3. Armprothese aus Lego

Mit den bunten Legosteinen haben sicherlich die meisten von uns gespielt, als wir noch Kinder waren. Auch für Erwachsene hat der Spielehersteller von E-Gitarren bis Turnschuhklassiker viele Bausets zu bieten. Und auch sonst sind die Möglichkeiten für Kreative fast unendlich. Ein junger Student aus Andorra hatte allerdings eine relativ nützliche Idee, was man aus den Steinchen noch machen kann: eine Armprothese.

Wie er das genau gemacht hat, zeigt David Aguilar in seinem Video.

4. Durch die Augen gesteuerte Rollstühle

Ein bisschen klingt es nach Hight-Tech und ist im Leben eines Menschen mit Gehbehinderung enorm hilfreich: durch Augen gesteuerte Rollstühle. Thomas Rosner von der Firma HomeBrace hat eine Software entwickelt, die es Rollstuhlfahrern ermöglicht, nur durch ihre Augen vorwärtszukommen oder stehenzubleiben, wie MDR berichtet. Inzwischen haben zahlreiche Firmen Technologien entwickelt, die es Querschnittsgelähmten erlauben, sich allein durch ihre Blicke im Rollstuhl fortzubewegen.

5. Display übersetzt Texte in Blindenschrift

Wissenschaftler der TU Wien haben ein für Blinde bestehendes Problem gelöst. Sie haben ein kleines tragbares Display entwickelt, das gedruckte Texte in Blindenschrift, Braille, übersetzt.

Das Display besteht aus einem beweglichen Ring. Auf der Innenseite des rotierenden Rings werden die Buchstaben der Blindenschrift angezeigt. Der Nutzer benötigt nur diesen Ring. Dadurch benötigt man weniger Teile, was sich beim Herstellungspreis widerspiegelt. Laut der Entwickler sei der Preis dieses Tools ähnlich eines Smartphones.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare