Ende von Sonne und Erde

Forscher beschreiben neues Szenario: So wird unsere Sonne sterben

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
    schließen

Die Sonne ist die Quelle des Lebens auf unserem Planeten. Doch das wird nicht immer so sein: Der Stern wird irgendwann verschwinden. Und mit ihm auch die Erde.

Stuttgart - Die Sonne ist für das Leben auf der Erde unabdingbar. Seit Millionen von Jahren spendet sie dem Planeten Licht und Wärme. Doch eines Tages wird es die Sonne nicht mehr geben - das wird dann wohl auch das Ende von Leben auf dem blauen Planeten bedeuten. Wissenschaftler der NASA haben bereits berechnet, wann auf der Erde kein Leben mehr möglich sein wird. Denn in ferner Zukunft geht der Erde der Sauerstoff aus.

Es gibt auch schon Theorien zum Zeitpunkt, wann der Sonne das Licht ausgehen wird. Der gelbe Riese wird sich im Laufe von Milliarden Jahren immer weiter ausdehnen. Dadurch steigen die Temperaturen in lebensfeindliche Höhen und auch die veränderten UV-Strahlen werden jedes Leben auf der Erde vernichten. Forscher waren sich bisher sicher: In rund 7,7 Milliarden Jahren kollabiert das Innere des Roten Riesen und er wirft seine äußeren Hüllen ab. In seinem Kern erlischt die Kernfusion. Die Sonne, wie wir sie kennen, wird es dann nicht mehr geben. Doch Forscher haben nun ein Szenario ermittelt, laut welchem das Ende der Sonne etwas anders aussehen könnte.

Die Sonne verschlingt alles: Merkur, Venus und die Erde werden zerstört

Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand die Sonne als sogenannter gelber Zwerg. Im Laufe ihres Daseins wuchs und wächst die Sonne immer weiter an. In ferner Zukunft wird sie bis auf das 150-fache ihrer derzeitigen Größe aufgebläht sein. Wie Planet Wissen schreibt, ist dies ein Prozess, der für die umliegenden Planeten ein fatales Ende zur Folge hat: Die Sonne wird die Planeten förmlich verschlingen.

In etwa fünf bis sieben Milliarden Jahren wird sich der Stern auf spektakuläre Weise verwandeln. Der Sonnendurchmesser nimmt zu und die Leuchtkraft steigt. In etwa 6,5 Milliarden Jahren kann schließlich der Kern der Sonne deren Hülle nicht mehr halten und stößt diese ab. Die naheliegenden Planeten Merkur, Venus und auch die Erde werden dabei zerstört.

Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, was nach diesem Szenario passieren wird: Nach dem Zerfall der Sonne bleibt ein heller planetarischer Nebel zurück, der für die anschließenden 10.000 Jahre sichtbar sein wird. Neueste Forschungen lassen vermuten, dass dieser Nebel heller leuchten könnte, als bisher angenommen.

Die Sonne wird zum weißen Zwerg - und verschwindet dann gänzlich

Computermodelle haben berechnet, dass solch ein Nebel auch von massearmen Sternen erzeugt werden kann. Bisher ging man davon aus, dass dies nur besonders massereiche Sterne können. Im Zentrum des Nebels: Ein weißer Zwerg, der nur noch in etwa so groß wie die Erde sein wird. Er kann noch viele weitere Milliarden Jahre existieren. Doch seine hohe Leuchtkraft und Strahlungen nehmen mit der Zeit immer weiter ab, bis die Sonne - oder das, was von ihr noch übrig ist - schließlich gänzlich vom sichtbaren Spektralbereich verschwindet.

Von alledem wird die Menschheit allerdings nichts mehr mitbekommen. Denn laut Forschern wird die Erde durch die steigende Strahlungskraft der Sonne in rund einer Milliarde Jahren zu heiß sein, als dass dort noch Leben möglich sein wird. Astrophysiker Stephen Hawking hingegen hatte eine andere Theorie: Laut Stephen Hawking müssen die Menschen bereits in 100 Jahren den Planeten verlassen. Klimawandel, Asteroideneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum könnten die Erde bald unbewohnbar machen, warnte er noch vor seinem Tod. Wenn es nicht äußere Einflüsse sind, welche die Menschheit ausrotten, werden sich die Menschen in 600 Jahren selbst auslöschen, lautete eine weitere Prognose des Wissenschaftlers.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE / Peter Kirschner

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare