Kollision im Weltall

Unkontrollierte Rakete von Elon Musk wird auf dem Mond einschlagen - „sollte man ins Gefängnis schmeißen“

  • Nadja Pohr
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Die SpaceX-Rakete Falcon 9 von Elon Musk wird bald mit dem Mond kollidieren, wie ein Forscher herausfand. Im Internet fordern Menschen dafür Konsequenzen.

Hawthorne - Mit seinem Unternehmen Tesla hat Elon Musk bisher alles erreicht. Das Unternehmen ist mittlerweile mehr Wert als Daimler, BMW und VW zusammen. Seit einigen Jahren mischt Elon Musk auch mit der von ihm gegründeten Firma SpaceX bei der Raumfahrt mit. Das könnte jedoch jetzt gewaltige Auswirkungen haben, wie ein Forscher entdeckte: Eine seiner Raketen wird bald auf dem Mond einschlagen. Viele fordern in den sozialen Medien deshalb Konsequenzen.

Bereits im Jahr 2015 startete die SpaceX Falcon-9-Rakete von Elon Musk ohne Besatzung ins Weltall. Ihre Mission lautete, den Satelliten „Deep Space Climate Observatory“ ins All zu bringen, um das Wetter beobachten zu können. Der Satellit erreichte sein Ziel nach rund einer Million Kilometer. Bei der Falcon 9 hingegen tat sich ein Problem auf: Ein Treibstofftank hatte nicht genügend Energie, um auf die Erde zurückzukehren. Zudem fehlte der Raketenstufe der Antrieb, um aus der Anziehungskraft des Mond-Erde-Systems zu gelangen. Seitdem schwirrt das vier Tonnen schwere Teil nun durchs All und steuert jetzt direkt auf den Mond zu, wie ein Forscher herausfand.

Astronom Billy Gray entdeckte die Falcon 9 im All und sagt eine Kollision mit dem Mond voraus. Nach seinen Berechnungen wird die Rakete von Elon Musk am 4. März auf der Rückseite des Mondes in der Nähe des Äquators einschlagen - mit einer Geschwindigkeit von umgerechnet 9300 km/h.

Elon Musks Rakete steuert direkt auf den Mond zu - Menschen fordern in den sozialen Medien Konsequenzen

Mehr als ein Krater durch den Einschlag wird zwar nicht erwartet, dennoch sind die Menschen in den sozialen Medien sauer und fordern Konsequenzen. „Die sollten Ihnen ihr Spielzeug wegnehmen, bevor Sie noch größeren Schaden anrichten“, meint ein Facebook-Nutzer. Ein anderer User fordert drastischere Maßnahmen: „Elon Musk sollte man ins Gefängnis schmeißen. Der denkt auch, nur weil er Asche hat, er könne und dürfe alles.“

Vollmond mit einem Flugobjekt: Weltraum-Beobachter glauben, dass die SpaceX-Rakete Falcon 9 auf Kollisionskurs mit dem Mond ist.

Kritik erntet der Tesla-Chef nicht nur für sich, sondern auch für den Müll, den er im All hinterlässt. „Der Mensch ist das größte Übel“, „Jetzt vermüllt der Elektrosaubermann schon den Mond“, oder „Müll auf der Erde reicht dem ja nicht“, heißt es in den Kommentaren. Ein Facebook-Nutzer findet zudem, Musk sei außer Kontrolle und leide an Größenwahn.

Elon Musks Unternehmen verzeichnen Rekordgewinn

Elon Musks Ideen und Strategien werden nicht von allen gefeiert, sind jedoch erfolgreich. Mit einem Umsatz von 53,8 Milliarden Dollar verzeichnete Musks Unternehmen Tesla einen Rekordgewinn und gehört zu den erfolgreichsten Autobauern der Welt.

In der Raumfahrt konkurriert der Milliardär mit Amazon-Chef Jeff Bezos. Beide wollen die Fahrt ins Weltall revolutionieren. Immer wieder kommt es daher zwischen den beiden Unternehmern zum Streit. Zuletzt beschwerte sich Elon Musk über Bezos, weil dieser Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX mit Klagen überzog.

Rubriklistenbild: © M. Gann/imago

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