Tier lebt nur noch im Südwesten

Giftiger als eine Kreuzotter: Biss dieser Schlange führt zu Lähmungen und Krämpfen

Eine Kreuzotter schlängelt sich über steiniges Gelände.
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In Baden-Württemberg sind zwei Giftschlangen heimisch. Die Aspisviper ist sogar noch giftiger als die Kreuzotter (im Bild).
  • Julian Baumann
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Als bekannte Giftschlange in Baden-Württemberg gilt vor allem die Kreuzotter. Ihr Biss kann vor allem für Kinder gefährlich werden. Es gibt jedoch eine Schlange, die noch ein Stück giftiger ist als die Kreuzotter.

Stuttgart - Wer Wandern oder spazieren geht, sollte immer Vorsicht walten lassen. In Baden-Württemberg leben nämlich mehrere Tierarten, die auch für den Menschen unter Umständen sehr gefährlich gefährlich sein können, wenn sie sich angegriffen fühlen. In mehreren Städten wurde bereits das „gefährlichste Tier der Welt“ gesichtet, zuletzt in Heilbronn. Doch auch in der Landeshauptstadt Stuttgart tauchte die Tigermücke auf, die Krankheiten wie das Dengue-Fieber verbreitet.

Die Kreuzotter ist zudem eine von mehreren giftigen Schlangen, die in Baden-Württemberg lauern. Wie gefährlich das Tier ist, zeigte kürzlich ein Vorfall in Österreich. Eine 12-jährige Deutsche kämpfte nach einem Biss der Giftschlange mit Atemnot. Obwohl das Gift der Schlange vor allem für Kinder gefährlich ist, gibt es auch Fälle, bei denen Erwachsene nach einem Biss mit erheblichen Problemen zu kämpfen hatten. Eine ebenfalls in Baden-Württemberg heimische Giftschlange, ist jedoch sogar noch giftiger als die Kreuzotter, heißt es in einem Beitrag der Hochschule Bremen.

Giftschlange in Baden-Württemberg: Toxin der Aspisviper fordert Blutungen und zerstört Gewebe

Die meisten gefährlichen Tiere in Baden-Württemberg greifen Menschen nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen. So zum Beispiel eine giftige Amphibie, die durch Baden-Württemberg streift. Das sogenannte „Wehrsekret“ des Feuersalamanders ist jedoch für Hunde und Katzen sehr gefährlich. Auch die Kreuzotter setzt ihr Gift nur in Gefahrensituationen gegen Menschen ein und verwendet es sonst zur Abwehr von Fressfeinden. Demnach besteht nur dann eine Gefahr, wenn man dem Reptil zu nahe kommt. Dasselbe gilt auch für die giftigere Aspisviper, deren Toxin jedoch Blutungen auslösen und Gewebe zerstören kann.

Während die Kreuzotter noch in vielen Gebieten in Deutschland zu entdecken ist, kommt die Aspisviper nur noch in Baden-Württemberg - oder genauer im Schwarzwald vor. Kleinere Tiere müssen sich vor der Schlange in Acht nehmen, vor einem Menschen flieht das Tier allerdings in den meisten Fällen. Selbst wenn die Aspisviper bedrängt wird, stößt sie zunächst eine Warnung aus, indem sie ihren Oberkörper anhebt und laute Zischlaute ausstößt, erklärt der World Wildlife Fund (WWF). Sollte diese Warnung ignoriert werden, beißt die Schlange jedoch zu und verspritzt damit ihr Gift.

Biss der Aspisviper: Diese Symptome treten auf und so sollte man reagieren

Von der Aspisviper gebissen zu werden, ist demnach relativ unwahrscheinlich und der Biss ruft zumindest bei sofortiger medizinischer Behandlung auch keine bleibenden Schäden auf. Laut dem Betrag der Hochschule Bremen sind die typischen Symptome nach einem Biss der Schlange starke Schwellungen die sich nach und nach von der Bissstelle zur Körpermitte ausbreiten. In selteneren Fällen können jedoch auch Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, niedriger Blutdruck, Herzklopfen, Krämpfe, Bewusstseinstrübungen oder sogar Lähmungen auftreten.

Gängige Methoden, die normalerweise im Falle eines Giftschlangenbisses angewandt werden, werden nach einem Biss der Aspisviper nicht empfohlen. Demnach sollte die Bisswunde nicht abgebunden, ausgeschnitten, ausgebrannt oder gekühlt werden. Auch das Aussaugen des Giftes aus der Wunde sollte vermieden werden, da es sonst über den Mund in die Blutbahn gelangen könnte.

Stattdessen sollte der Gebissene ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und möglichst schnell, in liegender Position, zu einem Arzt transportiert werden. Dort könne ihm ein Antiserum verabreicht werden. Die Aspisviper und auch die Kreuzotter gelten jedoch laut dem Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg als äußerst selten und stehen auf der roten Liste Baden-Württembergs.

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