13 Meter großer Gesteinsbrocken

Gigantischer Asteroid rast auf Erde zu - im Mai 2022 kommt er uns gefährlich nah

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Ein gigantischer Gesteinsbrocken ist auf dem Weg in Richtung Erde. Im Mai 2022 könnte er einschlagen. Die ESA hat den Asteroiden daher auf die Risiko-Liste gesetzt.

Stuttgart/ Washington, DC - Asteroiden können eine große Gefahr für die Erde darstellen. Forscher haben die Gesteinsbrocken daher immer im Blick. Schon seit Jahren beschäftigt sich die NASA mit dem Asteroiden „2009JF1“. Denn der rund 13 Meter große Himmelskörper könnte der Erde schon bald gefährlich nahekommen.

Auch die europäische Weltraumorganisation ESA beobachtet den Asteroiden genau, hat ihn sogar in die Risiko-Liste mitaufgenommen. Droht uns 2022 sogar ein Einschlag von „2009JF1“?

Asteroid steuert mit 59.000 Stundenkilometern auf uns zu - 15-fache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe

Am 10. Mai 2022 kommt der riesige Gesteinsbrocken der Erde nah - vielleicht sogar zu nah. Sollte der Asteroid tatsächlich auf der Erde einschlagen, wären die Folgen katastrophal. Der Asteroid bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 59.000 Stundenkilometern auf die Erde zu, wie auch Merkur* berichtet. Mit solch einer hohen Geschwindigkeit würde der Asteroid laut NASA mit einer Wucht von 230.000 Tonnen TNT auf die Erde prallen. Zum Vergleich: Der Aufprall hätte die 15-fache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe. Eine Frau in Kanada wurde kürzlich von einem Meteoriten aus dem Schlaf gerissen. Der Gesteinsbrocken durchschlug ihr Dach und kam neben ihr im Bett auf.

Laut aktueller Berechnungen ist es allerdings unwahrscheinlich, dass der Himmelskörper tatsächlich auf unserem Planeten einschlägt. Stimmen die Kalkulationen der ESA rauscht der Asteroid 13 Millionen Kilometer entfernt an der Erde vorbei. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns der Asteroid trifft, liegt aktuell bei 0,026 Prozent. Auch Asteroid „Bennu“ rast auf die Erde zu. Laut Berechnungen kommt der Himmelskörper am 25. September 2135 unserem Planeten fünfmal näher als der Mond. Kürzlich konnten auch Menschen in Baden-Württemberg einen Himmelskörper beobachten. Ein mysteriöser Feuerball flog über den Südwesten.

Asteroid „2009JF1“ rast auf Erde zu - Gesteinskörper könnte noch von Kurs abkommen

Für Laien klingt das nach einem geringen Risiko und einer weiten Entfernung, für Fachleute und Astronomen hingegen nicht. Experten sehen den Abstand als „gering“ an. Daher wird „2009JF1“ auch ganz genau beobachtet. Schließlich besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Asteroid von seinem Kurs abkommen könnte. Diese liegt allerdings auch relativ gering bei 1:4.000. Damit der Asteroid seine Flugbahn ändert, müsste er zudem mit einem anderen Himmelskörper kollidieren oder durch Gravitationslöcher abgelenkt werden.

Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit will sich die NASA auf ein mögliches Szenario einstellen und nicht unvorbereitet sein. Die NASA plant daher ein Asteroiden-Verteidigungssystem. *Merkur ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / agefotostock

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