Autozulieferer aus Baden-Württemberg

Wolf bleibt länger ElringKlinger-Chef - Umsatzsorgen wegen Kriegs

"ElringKlinger" steht auf einer Wand auf dem Gelände des Autozulieferers.
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Autozulieferer ElringKlinger hat den Vertrag mit Vorstandschef Stefan Wolf verlängert.

Der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger hat Umsatzsorgen wegen wegen des Ukraine-Krieges. Deshalb wurde der Vertrag mit Chef Stefan Wolf verlängert.

Dettingen/Erms (dpa/lsw) - Der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger hat den Vertrag von Vorstandschef Stefan Wolf vorzeitig um vier weitere Jahre verlängert. Der 60-jährige Wolf steht seit 2006 an der Spitze des Unternehmens. Sein bisheriger Vertrag wäre zum 31. Januar 2023 ausgelaufen. Mit der Vertragsverlängerung gewährleiste der Aufsichtsrat Kontinuität an der Spitze des Konzerns, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Dettingen an der Erms (Kreis Reutlingen) mit. Wolf ist auch Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall.

Zugleich setzte die ElringKlinger AG die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aufgrund des unsicheren Umfelds durch den russischen Krieg in der Ukraine aus. Ursprünglich habe man damit gerechnet, dass das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter dem Niveau des Vorjahres gelegen hätte, hieß es. Zwar ging man davon aus, dass der Umsatz steigen werde, aber die stark gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport hätten das Ergebnis belastet.

Zu dem Einfluss durch den Krieg hieß es: «Wirkt sich der russisch-ukrainische Konflikt weiterhin nachhaltig auf die Wertschöpfungskette des Automobilsektors aus und bleiben durch die Auseinandersetzung wesentliche Umsatzbeiträge aus, sind weitere zusätzliche Ergebniseffekte nicht auszuschließen.» Eine zuverlässige Prognose für das Geschäftsjahr 2022 sei daher derzeit nicht möglich.

Der Konzern legte trotz der Corona-Krise im Geschäftsjahr 2021 deutlich zu. ElringKlinger erzielte ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 102 Millionen Euro (2020: 27,7 Mio. Euro). Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro, hatte das Unternehmen Ende Februar mitgeteilt. Nun hieß es ergänzend, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 werde eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie ausgeschüttet.

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