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„Euer Ernst, Trigema?“ Verkleidung von Mitarbeitern an Fasching ruft Entsetzen hervor

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Von: Sina Alonso Garcia

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Mitarbeiter von Trigema haben sich für eine Faschingsparty verkleidet.
Eine Faschingsveranstaltung bei Trigema traf im Netz auf Unverständnis, da das Textilunternehmen diese an einem Tag abhielt, an dem der Krieg in der Ukraine begann. © Screenshot Twitter Trigema

Die Ukraine-Krise wirft einen dunklen Schatten über die Fasnet-Zeit. Der Textilhersteller Trigema aus Burladingen erntetete nun Kritik für eine Faschingsfeier der Belegschaft.

Burladingen - Wegen der aktuell hochbrisanten Lage in der Ukraine wurden Faschingsveranstaltungen in einigen Städten Deutschlands abgesagt. Das traditionelle Rosenmontagsfest in Köln wurde gestrichen und auch TV-Sender änderten ihr eigentlich auf Karneval ausgelegtes Programm. Beim Textilhersteller Trigema im baden-württembergischen Burladingen wollte man auf eine Faschings-Sause jedoch nicht verzichten.

Auf dem Twitter-Account des Unternehmens wurden unter dem Hashtag #NarriNarro Fotos von verkleideten Mitarbeitern veröffentlicht. „Am Schmotzigen Dunschtig verkleidet sich unsere Betriebsfamilie“, so das Unternehmen. „Je Abteilung gibt es ein Motto, zu dem sich die Mitarbeiter verkleiden dürfen.“ Dazu postete Trigema zwei Fotos von kostümierten Angestellten.

Trotz Krieg zwischen Russland und Ukraine: Trigema feiert Fasching mit Verkleidungen - „Zeitpunkt wohl schlecht gewählt“

In den Augen einiger Twitter-Nutzer kam das fröhliche Fasnet-Posting an einem Tag, an dem in Europa ein Krieg eröffnet wurde, eher unpassend. „Ich mag euch, aber der Zeitpunkt dieses Tweets ist doch wohl schlecht gewählt“, schreibt eine Nutzerin. „Ist das tatsächlich euer Ernst, Trigema?“, wettert ein weiterer Nutzer - und fügt sarkastisch hinzu: „Es fehlt nur noch das Motto Krieg.“

Ukraine-Krieg: Konflikt wirft Schatten auf Faschings- und Karnevalsgeschehen in Deutschland

Während Trigema seinen Betriebsfasching trotz der aktuell erschütternden Entwicklungen in der Ukraine durchgezogen hat, wird im Straßenkarneval vielerorts an alternativen Plänen gefeilt. In der Faschings-Hochburg Köln etwa planen Karnevalisten am Rosenmontag eine Friedensdemo. Die Eröffnung des Straßenkarnevals am Donnerstag war allerdings auch hier trotz des Krieges nicht abgesagt worden. Wie 24rhein.de* berichtet, fand Kölns Oberbürgermeister deutliche Worte zum Thema Karneval.*24rhein.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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