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„Nein, Nein, Nein“: Stephen King legt gegen Elon Musk nach und vergleicht ihn mit einem Hochstapler

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Von: Julian Baumann

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Bestseller-Autor Stephen King (links) und Twitter-Eigentümer Elon Musk (rechts).
Von Elon Musks ursprünglichem Plan, 20 US-Dollar pro Monat für den blauen Twitter-Haken zu verlangen, war Bestseller-Autor Stephen King nicht gerade angetan. © Evan Agostini/dpa/Invision/AP (Fotomontage: BW24)

In der Debatte um monatliche Kosten für den blauen Haken bei Twitter legt Horror-Altmeister Stephen King gegen Elon Musk nach und verglich ihn mit einem literarischen Hochstapler.

Update vom 7. November, 10:07 Uhr: Nachdem Horror-Autor Stephen King in der Debatte um monatliche Kosten für den blauen Haken gegen den neuen Eigentümer Elon Musk geschossen hatte, legte der Bestseller-Autor wenige Tage später nach. Der umstrittene Tech-Milliardär Musk war bereits von ursprünglich 20 Dollar im Monat auf nun 8 Dollar im Monat gewechselt, der Debatte tat das aber keinen Abbruch.

„Musk erinnert mich an Tom Sawyer“, schrieb Stephen King auf Twitter. „Ihm wurde zur Strafe die Aufgabe erteilt, einen Zaun neu zu streichen“, führte der Schriftsteller seinen literarischen Vergleich aus. „Tom überredet seine Freunde, die Arbeit für ihn zu erledigen und will sie dazu bringen, für dieses Privileg auch noch zu bezahlen.“ Genau das wolle Elon Musk jetzt mit den monatlichen Kosten für die Twitter-Haken erreichen. „Nein, nein, nein“, schrieb der Horror-Meister.

Erstmeldung vom 2. November: Stuttgart/San Francisco - Tesla-Boss Elon Musk hat Twitter übernommen und krempelt den Kurznachrichtendienst um. Zu seinem Amtsantritt hat der Multimilliardär die Führungsriege des Unternehmens mit Sitz in San Francisco entlassen und löste wenig später auch den Verwaltungsrat auf. Für Aufregung sorgt aktuell auch die Ankündigung, Besitzer von Twitter-Konten mit dem blauen Haken künftig zur Kasse bitten zu wollen. Für eine monatliche Gebühr hatte der umstrittene Visionär ursprünglich rund 20 US-Dollar angesetzt.

Neben dem Neueigentümer selbst ist auch Horror-Altmeister Stephen King auf Twitter sehr aktiv. Der Schriftsteller nutzt die Plattform regelmäßig, um neben Buchtipps und Co. auch offen seine Meinung zu sagen. So schimpfte der Besteller-Autor im Jahr 2016 auf Twitter gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, eben den Mann, den Elon Musk als Eigentümer nun auf die Plattform zurückholen will. Auch die Ankündigung, dass der blaue Haken, der gerade die Konten bekannterer Persönlichkeiten verifizieren soll, künftig 20 US-Dollar kosten soll, ging an Stephen King nicht vorbei.

Stephen King kontert Elon Musk: „20 Dollar im Monat, um meinen blauen Haken zu behalten?“

Elon Musk ist für seinen oftmals kuriosen Humor bekannt. Vor wenigen Wochen verkaufte Elon Musk ein eigenes Parfüm mit dem Namen „Burnt Hair“ und kurz vor der Twitter-Übernahme trug er ein Waschbecken in die Zentrale des Unternehmens, um einen Wortwitz zu machen. Obwohl im Rahmen der Übernahme durch Elon Musk in Bezug auf den Kurznachrichtendienst viel gescherzt wurde - beispielsweise, dass der Like-Button durch das Tesla-Logo ersetzt werden soll - handelt es sich bei der Einführung von Kosten für den blauen Haken nicht um einen Scherz.

Konkret soll der „Verifizierungshaken“ fortan nur noch mit dem kostenpflichtigen „Twitter Blue“-Abo möglich sein. Dieses freiwillige, monatliche Abonnement ist für besonders engagierte Twitter-User gedacht und kostete bislang rund 5 US-Dollar im Monat. Der neue Twitter-Boss hatte ursprünglich angekündigt, diesen Preis auf fast 20 US-Dollar zu vervierfachen. „20 Dollar im Monat, um meinen blauen Haken zu behalten?“, fragte daraufhin Stephen King auf Twitter. „Scheiß drauf, die sollten mich bezahlen.“ Zudem fügte der Horror-Autor hinzu, dass er die Plattform verlassen werde, sollte das durchgesetzt werden.

Twitter-Pläne von Elon Musk: Abo soll künftig 8 Dollar kosten und weitere Vorteile bieten

So wie Stephen King reagierten mit Sicherheit viele Nutzer der Plattform, als bekannt wurde, dass sie künftig 20 Dollar im Monat nur für den blauen Haken zahlen sollten. Twitter-Eigentümer Elon Musk antwortete auf den Tweet des Horror-Meisters. „Wir müssen die Rechnungen bezahlen!“, schrieb er. „Twitter kann sich nicht vollständig auf Werbetreibende verlassen. Wie wäre es mit 8 Dollar?“ Auf Twitter ging die Interaktion zwischen dem Tesla-Boss und dem „Es“-Autor viral, einige Nutzer machten sich auch über die Debatte lustig. „Nur auf Twitter können wir sehen, wie ein 200-Milliarden-Dollar-Mann mit einem 500-Millionen-Dollar-Mann verhandelt, um 12 Dollar im Monat zu sparen“, schrieb einer.

Inzwischen hat Elon Musk angekündigt, in Zukunft die auch Stephen King vorgeschlagenen 8 US-Dollar für Twitter Blue und damit auch für den blauen Haken zu verlangen. Neben dem blauen Haken, der die Accounts als „echt“ verifizieren soll, sollen die Nutzer durch Twitter Blue aber noch weitere Vorteile erhalten. Sie sollen Vorrang bei Antworten, Erwähnungen und Suchen erhalten, längere Videos und Audioaufnahmen veröffentlichen können und nur noch halb so viel Werbung angezeigt bekommen, schrieb Elon Musk. Von seinem Vorhaben will der Tesla-Chef trotz massiver Kritik offenbar nicht abweichen. „An alle Beschwerdeführer, bitte beschwert euch weiter“, schrieb er. „Aber es wird 8 Dollar kosten.“

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