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Studie offenbart Top 10 Schokoladenmarken in Deutschland - Ritter Sport punktet beim Image

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Von: Sina Alonso Garcia

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Milka, Ritter Sport, Lindt und Co.: Die Auswahl an Schokoladenmarken in Deutschland ist riesig. Doch welche der Marken ist die stärkste? Eine repräsentative Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research gibt Aufschluss.

Hamburg/Waldenbuch - Ob Milka, Ritter Sport, Kinder Schokolade oder Lindt: Konsumenten im Supermarkt haben es dieser Tage nicht leicht, unter den zahlreichen angebotenen Marken ihre Lieblingsschokolade auszuwählen. Neben Geschmack und Bekanntheit spielt immer häufiger auch das Image der Marken eine Rolle für die Kaufentscheidung. So erntete etwa der Schokohersteller Ritter Sport einen Shitstorm, weil er trotz Ukraine-Krieg weiter Schokolade nach Russland lieferte. Fans riefen zum Boykott von Ritter Sport auf und sogar der ehemalige ukrainische Botschafter Andrij Melnyk fand immer wieder vernichtende Worte für das Unternehmen aus Waldenbuch (Kreis Böblingen).

Angesichts der zuletzt geballten Kritik an Ritter Sport dürfte das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Splendid Research aus Hamburg zu den „markenstärksten Schokoladenherstellern in Deutschland“ so manchen überraschen. Darin sicherte sich Ritter Sport den zweiten Platz hinter Milka und erzielte auch in puncto Image vergleichsweise sehr hohe Werte.

Top 10 Schokoladenmarken in Deutschland - nach Bekanntheit, Image und Kaufwahrscheinlichkeit

Wie Splendid Research berichtet, hat das Marktforschungsinstitut im Oktober 2022 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage über sein Online-Panel www.befragmich.de 1.005 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Schokolade befragt. Untersucht wurde, welche Marken in dieser Branche am bekanntesten sind, über welches Image sie verfügen und wie hoch die Kaufwahrscheinlichkeit ist.

An der Spitze des Rankings konnte sich Milka mit einem „Brand-Index“ von insgesamt 69,7 Punkten gegen die Konkurrenten durchsetzen. Neben der sehr hohen Markenbekanntheit von 97 Prozent, über die Milka hierzulande verfügt, erzielte die Marke mit 71,8 Punkten auch einen guten Image-Score. Dicht hinter Milka landete Ritter Sport auf dem zweiten Platz, Merci auf dem dritten:

Quelle: www.splendid-research.com

Schokoladenhersteller im Vergleich: Ritter Sport erzielt in Umfrage sehr gute Image-Werte

Laut Splendid Research setzt sich das Markenimage in der Studie aus der Bewertung von zehn verschiedenen Attributen zusammen. Milka wird zum Beispiel als Hersteller mit hoher Innovation (71,9 Punkte) sowie einem hohen Maß an Kundenanpassung (73,3 Punkte) wahrgenommen. Im Gesamtranking der Studie belegt Ritter Sport mit 69 Punkten zwar den zweiten Platz - im Image-Ranking (Image-Score 72,4) schneidet der Hersteller jedoch sogar noch besser ab als der Erstplatzierte Milka (71,8 Punkte).

Dass Ritter Sport bei den Verbrauchern in puncto Image noch immer hoch im Kurs steht, könnte mitunter auch damit zusammenhängen, dass Ritter Sport auf den Shitstorm reagiert hat und erklärte, alle Einnahmen aus dem Russland-Geschäft zu spenden. Laut einer ehemaligen Mitarbeiterin, die Ritter Sport vor den Vorwürfen verteidigt, sei Russland ein wichtiger Markt des Familienunternehmens. „Sie verdienen mit diesem Markt einen wichtigen Anteil ihres Umsatzes. Der Umsatz, der Arbeitsplätze schafft. Der soziale Projekte unterstützt. Der sich für ökologische Projekte einsetzt“, schreibt sie auf Twitter.

Milka, Ritter Sport, Merci und Co.: Experte sieht „gesunden Wettbewerb“ in der Branche

Blickt man auf die Umfrageergebnisse, dann ist der Image-Schaden für die Marke, vor dem Experten angesichts des Russland-Geschäfts gewarnt hatten, also doch nicht eingetreten - zumindest, was die Aspekte betrifft, die in der Umfrage abgedeckt wurden. Im Ranking konnten die Waldenbucher besonders bei den Image-Attributen „Attraktivität“ (77,2 Punkte) und „hohe Qualität“ (76,8 Punkte) punkten.

„Unter den Top 5 im Ranking finden sich ausschließlich seit vielen Jahrzehnten etablierte Namen wieder“, sagt Norman Habenicht, Head of Marketing & Communications bei Splendid Research. „Die Bekanntheit liegt in dieser Branche über dem Durchschnitt, ebenfalls sprechen die teils knappen Abstände in der Spitze der Top 10 für einen gesunden Wettbewerb.“

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