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„Verbranntes Haar“: Tesla-Boss Elon Musk verkauft offenbar eigenes Parfüm - „Besser wird es nicht“

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Von: Julian Baumann

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Tesla-Chef Elon Musk neben dem Bild seines Parfüms „Burnt Hair“.
Tesla-Boss Elon Musk verkauft über sein Tunnelbohrunternehmen The Boring Company nun auch Parfüm. © Carina Johansen/dpa/NTB & Screenshot Twitter/Elon Musk (Fotomontage: BW24).

Unter dem Namen „Burnt Hair“ bietet Tesla-Boss Elon Musk nun Parfüm an. Handelt es sich um einen Marketing-Gag, oder um ein weiteres Betätigungsfeld des umstrittenen Visionärs?

Stuttgart/Austin - Der reichste Mensch der Welt ist aktuell so umtriebig wie seit langem nicht mehr. Elon Musk treibt mit seinem E-Autohersteller Tesla die E-Mobilität voran, will mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX den Mars besiedeln und hat sich nach langem Hin und Her vor Gericht nun offenbar doch dazu entschieden, den Kurznachrichtendienst Twitter zu kaufen. Zudem mischte sich der umstrittene Milliardär kürzlich in den Ukraine-Krieg ein und zog so den Zorn von Botschafter Melnyk auf sich.

Auf Twitter hatte der Tesla-Boss in den vergangenen Tagen immer wieder Bilder einer Parfüm-Flasche mit dem Aufdruck „Burnt Hair“ veröffentlicht, was die meisten Nutzer aufgrund des absurden Namens mit Sicherheit als einen der vielen Scherze des Tech-Milliardärs auf der Plattform abgetan haben. Am Mittwoch, 12. Oktober, veröffentlichte Elon Musk allerdings ein weiteres Bild der besagten Parfüm-Flasche mit einem Link zu der Website seines Tunnelbauunternehmens The Boring Company, auf der man das Parfüm tatsächlich bestellen kann.

Elon Musk bietet eigenes Parfüm an: „Warum habe ich so lange dagegen gekämpft?“

Elon Musk ist nicht nur der CEO und der Haupteigentümer von Tesla, sondern auch der Chefingenieur des E-Auto-Primus. Auf Twitter gibt der Milliardär seit neuestem aber eine andere Funktion an, nämlich „Perfume Salesman“, also Parfüm-Verkäufer. „Mit einem Namen wie meinem war es unvermeidlich, ins Parfümgeschäft einzusteigen“, schrieb Musk auf Twitter. „Warum habe ich überhaupt so lange dagegen gekämpft!?“ Dass gerade das Tunnelbauunternehmen The Boring Company die roten Fläschchen auf seiner Seite anbietet, kommt wahrscheinlich nicht von ungefähr. Im Jahr 2018 hatte das Unternehmen Flammenwerfer für jeweils 500 Dollar verkauft und dadurch rund zehn Millionen Dollar eingenommen.

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Der Tesla-Boss ist aufgrund seiner Twitter-Präsenz und vielen fragwürdigen Auftritten und Aussagen zwar sehr umstritten, wird aufgrund seines immensen Erfolgs mit mehreren sehr erfolgreichen Unternehmen aber auch vergöttert. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass viele das Parfüm von Elon Musk bereits vorbestellt haben, obwohl es sich mutmaßlich um einen Marketing-Gag handelt. „10.000 Flaschen von Burnt Hair verkauft“, schrieb Musk am gestrigen Mittwoch. „Ich kann die ganzen Pressemeldungen morgen kaum erwarten, die berichten, dass ich Parfüm im Wert von einer Million Dollar verkauft habe.“

„Burnt Hair“: Laut Elon Musk bereits über 20.000 Flaschen seines Parfüms verkauft

Wenn tatsächlich bereits 10.000 Menschen das Parfüm von Elon Musk gekauft beziehungsweise vorbestellt haben, hätte der Tesla-Boss angesichts des angegebenen Preises von rund 100 Dollar pro Flasche tatsächlich bereits eine Million Dollar eingenommen. Das reicht aber offenbar noch nicht. „Bitte kauft mein Parfüm, damit ich Twitter kaufen kann“, schrieb er wenig später und verkündete anschließend, dass nun bereits 20.000 Flaschen verkauft worden seien. Auch unter dem Post mit dem Link zur Seite von The Boring Company meldeten einige Nutzer, dass sie sich bereits ein Fläschchen gesichert hätten. „Ich kann nicht glauben, dass ich gerade ein Parfüm gekauft habe, das nach verbranntem Haar riecht“, schreibt einer.

Ob das Parfüm von Elon Musk tatsächlich nach verbranntem Haar riecht, oder ob der Name nur eine Anspielung auf die im Jahr 2018 von The Boring Company verkauften Flammenwerfer sind, wird sich in wenigen Monaten zeigen. Laut der Seite soll das Parfüm nämlich im ersten Quartal 2023 ausgeliefert werden. Elon Musk selbst bezeichnete das Parfüm auf Twitter als den „feinsten Duft der Welt“ und schrieb: „Besser wird es nicht“. Eine Behörde in Baden-Württemberg hatte dagegen im vergangenen Jahr einen ganz anderen Duft angeboten. Das Parfüm des Finanzamtes Karlsruhe roch nach Banknoten.

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