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Massiver Stellenabbau: Bosch will bis zu 160 Jobs in Murrhardt streichen

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Bosch macht eine Kombination aus gestiegener Nachfrage und Lieferschwierigkeiten für die Engpässe verantwortlich.
Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck sorgt in einem weiteren Bosch-Standort für einen Stellenabbau. © Christoph Schmidt/dpa

Vom Stellenabbau bei Bosch sind doch mehr Arbeitsplätze bedroht, als bisher bekannt war. Bis zu 160 Stellen könnten betroffen sein, so das Stuttgarter Unternehmen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Beim Technologiekonzern Bosch in Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) sind noch mehr Arbeitsplätze bedroht als bisher bekannt. «Nach dem vorliegenden Entwurf zur Neuausrichtung des Standorts Murrhardt könnten bis zu 160 Stellen betroffen sein», sagte ein Bosch-Sprecher «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). Einen Beschluss gebe es noch nicht, Unternehmen und Arbeitnehmervertreter wollen darüber verhandeln. Derzeit sind 440 Mitarbeiter am Standort tätig.

Gefertigt werden dort etwa Druckluft- und Akku-Industriewerkzeuge sowie Schraubtechnik. Zunächst hatten die Vertreter der Arbeitnehmer öffentlich gemacht, dass sie 70 Stellen in Murrhardt wegen möglicher Verlagerungen nach Osteuropa in Gefahr sehen.

Zu einem massiven Stellenabbau aufgrund des E-Auto-Booms kam und kommt es auch in den Bosch-Standorten Bühl und Bühlertal. Eine Betriebsversammlung bei Bosch eskalierte und musste abgebrochen werden.

Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck: „Benötigen Neuausrichtung“

Seit mehreren Jahren stehe der Standort unter hohem Preis- und Wettbewerbsdruck, so das Unternehmen. Nicht zuletzt wegen der hohen Herstellungskosten sei die Auslastung des Werkes seit Jahren rückläufig.

«Um den Standort Murrhardt wieder wettbewerbsfähig aufzustellen, benötigen wir eine Neuausrichtung», wurde Carsten Löffelholz, Kaufmännischer Leiter des Bosch Geschäftsbereichs Power Tools, zitiert. Bereits seit April 2021 würden Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter darüber sprechen.

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