Bezahlen mit dem Smartphone

Lidl Pay: Bezahlapp geht bundesweit an den Start

Eine Kassiererin sitzt hinter einer Plexiglasscheibe an der Kasse und bedient einen Kunden.
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Lidl-Kunden können bundesweit mit der hauseigenen App zahlen.
  • Berkan Cakir
    vonBerkan Cakir
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Lidl startet am Freitag erstmals bundesweit die hauseigene Bezahl-App. Lidl Pay bringt dabei noch einige weitere Extras mit sich.

Update vom 23. April, 16:05 Uhr: Nach einer erfolgreichen Testphase geht die digitale Bezahl-App von Lidl nun bundesweit an den Start. Kunden können künftig ihre Einkäufe auch per Smartphone mit Lidl Pay bezahlen. Benötigt wird dafür die bereits erhältliche Loyalty-App „Lidl Plus“, in welche die neue Bezahlmöglichkeit integriert ist. Dem Discounter kommt dabei zugute, dass die App von Kunden „in Deutschland bereits mehrere Millionen Mal heruntergeladen“ worden sei. Für Lidl Pay müssen die Nutzer zusätzlich noch ihre Bankverbindung und ihre Adresse in der App angeben. Die Zahlung erfolgt dann per Lastschrift über einen QR-Code, der an der Kasse eingescannt werden kann.

Als Bonus gibt es von dem Discounter der Schwarz-Gruppe für den ersten Einkauf einen Gutschein von fünf Euro, der bei dem nächsten Einkauf im Wert von mehr als 30 Euro eingelöst werden kann. Ergänzt wird die neue Bezahlfunktion mit personalisierten Inhalten, die auf dem bisherigen Einkaufsverhalten basieren. Dem Kunden sollen dabei zweimal wöchentlich jeweils 40 neue Produktempfehlungen gezeigt werden.

Erstmeldung vom 7. April: Seit der Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg ist die Bedeutung von bargeldlosem Bezahlen beim Einkaufen immer wichtiger geworden. Um den zwischenmenschlichen Kontakt zu minimieren, haben sich Supermärkte bereits einige technische Entwicklungen zunutze gemacht. Lidl und Kaufland führten beispielsweise Filialen ohne Kassierer ein.

Um die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden zu gewährleisten, weisen Supermärkte wie Aldi, Rewe und Lidl auch immer wieder darauf hin, möglichst auf Barzahlungen zu verzichten - und damit auch den Kontakt zwischen Verkäufer und Kunden zu minimieren. Mit Paypal, der Giro- oder Kreditkarte gibt es bereits zahlreiche alternative, bargeldlose Bezahlmöglichkeiten.

Lidl: Discounterkette führt eigene Bezahlmethode ein

Immer öfter ist aber auch von Apps die Rede, mit denen die Rechnung an der Kasse beglichen werden kann. Die Discounterkette Lidl, die ihre Zentrale zudem nach Bad Wimpfen verlagert, will nun mit einer eigenen App eine weitere Bezahloption etablieren. In einer Pilotphase soll nun „Lidl Pay“ getestet werden. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, beschränkt sich der Test der Bezahl-App vorerst aber nur auf eine Filiale des Discounters in Heilbronn. Weitere Standorte soll folgen. Beworben wird die Bezahlmethode erst, wenn sie deutschlandweit verfügbar ist.

In Spanien oder Polen ist das System bereits voll etabliert, wie die Lebensmittelzeitung schreibt. Im Gegensatz dazu soll in Deutschland der Einkauf aber nicht etwa über die Kreditkarte des Kunden abgerechnet werden, sondern mit einer Abbuchung vom Girokonto per SEPA-Lastschrift. Zur Registrierung ist in jedem Fall die IBAN und die Wohnadresse des Kunden nötig.

„Lidl Pay“-Nutzung: Einkaufslimit kann beschränkt sein

Vor der Vorstellung in der Heilbronner Testfiliale konnte Lidl Pay bereits in einer firmeninternen Version getestet werden. An der Kasse können Kunden die App nun erstmals ausprobieren. Die Anwendung ist jedoch mit Einschränkungen verbunden. Das Limit pro Einkauf hängt von der Einkaufshistorie in den Filialen oder dem Online-Shopping ab, die in der hauseigenen Loyalty-App bereits vorliegen muss. Aber auch ohne eine Historie ist ein Einkauf per App möglich. In dem Fall beschränkt sich das Einkaufslimit jedoch auf 50 Euro, und erhöht sich dann entsprechend des letzten Einkaufs.

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