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Elon Musk trägt Waschbecken ins Twitter-Hauptquartier, um einen Wortwitz zu machen

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Von: Julian Baumann

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Elon Musk, der wohl bis Freitag Eigentümer von Twitter sein wird, trägt ein Waschbecken in die Zentrale des Unternehmens in San Francisco.
Kurioses Mitbringsel zur Übernahme? Tesla-Chef Elon Musk trug ein Waschbecken in die Twitter-Zentrale. © Screenshot: Twitter/Elon Musk

Nach langem Hin und Her befindet sich die Twitter-Übernahme durch Tesla-Boss Elon Musk auf der Zielgeraden. Der Tech-Milliardär besuchte die Zentrale mit einem kuriosen Mitbringsel.

San Francisco - Elon Musk wird offenbar bis zum Ende der Woche nicht nur Chef des E-Autobauers Tesla, des Weltraumunternehmens SpaceX und weiterer Unternehmen sein, sondern auch Eigentümer des Kurznachrichtendienstes Twitter. Bereits Anfang April wurde Elon Musk zum größten Twitter-Aktionär und verkündete, das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco für 44 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Diese Absicht legte der umstrittene Tech-Milliardär wenige Monate später auf Eis, was einen Gerichtsstreit nach sich zog. Nun soll die Abwicklung aber auf der Zielgeraden sein, der Tesla-Chef will den Twitter-Kauf bis spätesten Freitag abschließen.

Dass der reichste Mensch der Welt den Kurznachrichtendienst Twitter nach langem Hin und Her jetzt doch kaufen wird, stieß weltweit auf ein geteiltes Echo. Der unverantwortliche Elon Musk verantwortet jetzt Twitter, hatte unsere Autorin bereits im April kommentiert. Dass es dem umstrittenen Genie mit dem Kauf aber durchaus ernst ist, zeigt ein kurioser Besuch des Tesla-Chefs im Twitter-Hauptquartier in San Francisco. Dabei brachte Elon Musk kurzerhand ein Waschbecken mit in die Zentrale, offenbar um einen Wortwitz zu machen - natürlich auf dem Kurznachrichtendienst selbst.

Tesla-Chef Elon Musk betritt Twitter-Zentrale mit Waschbecken - „let that sink in!“

Am Mittwoch, 26. Oktober, postete Elon Musk auf seinem Twitter-Account, einem der meistgefolgten Accounts der Plattform überhaupt, einen kurzen Clip. Darauf ist zu sehen, wie der Tesla-Chef die Zentrale von Twitter in San Francisco betritt - in schlichter Hose und Shirt und mit einem Waschbecken in den Händen. „Entering Twitter HQ - let that sink in!“, schrieb der Tesla-Chef dazu. Dieser Wortwitz funktioniert nur im Englischen und lässt sich wie folgt erklären. Die Redewendung „let that sink in“ bedeutet so etwas wie „lass das auf dich wirken“ oder „lass das erstmal sacken“. Demnach könnte die Aussage bedeuten, dass der Zuschauer auf sich wirken lassen soll, wie der zukünftige Twitter-Eigentümer die Zentrale des Unternehmens betritt.

Diese Erklärung wäre bei den meisten Personen wohl naheliegend, in diesem Fall handelt es sich aber eben um Elon Musk, der für seinen oftmals kuriosen Humor bekannt ist. Das Wort „sink“ als Substantiv ist nämlich der englische Ausdruck für ein Waschbecken. „Let that sink in!“, kann wortwörtlich übersetzt also auch „Lass das Waschbecken rein“ oder „Trage das Waschbecken rein“ bedeuten. Ob der Tesla-Boss das schwere Keramikbecken nur in die Twitter-Zentrale getragen hat, um diesen Wortwitz zu machen, kann zwar nicht eindeutig bestätigt werden, würde aber definitiv zu ihm passen. In dem Clip ist zu sehen, wie der Milliardär das Waschbecken offenbar auf einer Sitzmöglichkeit in der Twitter-Zentrale ablegt.

Elon Musk und Twitter: Nach langem Hin und Her soll der Kauf noch in dieser Woche abgeschlossen werden

Mit seinem E-Autobauer Tesla knackt Elon Musk derzeit einen Auslieferungsrekord nach dem anderen und hat nach eigenen Angaben noch viel größere Pläne. Musk will Tesla zum „wertvollsten Unternehmen der Welt machen“. Für den Twitter-Kauf hatte der Tech-Milliardär in letzter Zeit aber auch einige Hebel in Bewegung gesetzt. Elon Musk verkaufte beispielsweise ein eigenes Parfüm und schrieb auf dem Kurznachrichtendienst: „Kauft mein Parfüm, damit ich Twitter kaufen kann.“

Nach der Verkündung der Kaufabsicht, hatte Elon Musk im Juli zunächst einen Rückzieher gemacht und als Grund angegeben, Twitter habe Falschaussagen in Bezug auf Scheinkonten auf der Plattform getroffen. Das Unternehmen selbst wollte den Tech-Milliardär anschließend gerichtlich dazu zwingen, sein Kaufangebot über 44 Milliarden US-Dollar aufrechtzuerhalten. Aufgrund des Streits mit Twitter verkaufte Elon Musk auch zahlreiche Tesla-Aktien. Rund zwei Wochen bevor der Gerichtsprozess starten sollte, verkündete Musk, Twitter nun doch kaufen zu wollen. Der Verkauf soll spätestens am Freitag abgewickelt werden.

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