Daimler und BMW steigern E-Absatz

Daimler und BMW verkaufen mehr als doppelt so viele E-Autos

Ein Erlkönig des Mercedes-Benz EQS in der Batteriefabrik Untertürkheim/Hedelfingen.
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Daimler legt in der E-Auto-Sparte viel Hoffnung in den Mercedes EQS.
  • Berkan Cakir
    vonBerkan Cakir
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Sowohl bei der Daimler AG als auch BMW steigt die Nachfrage nach E-Autos. Das legen zumindest die Zahlen des ersten Quartals nahe.

Stuttgart - Für die Daimler AG scheint sich der Weg zu mehr Elektromobilität langsam auszuzahlen. Das legen nun zumindest die Verkaufszahlen aus dem ersten Quartal nahe, die am Mittwoch vorgestellt wurden. Insgesamt rund 591.000 Fahrzeuge hat der Autohersteller aus der Landeshauptstadt Stuttgart weltweit in den ersten drei Monaten des Jahres verkauft - die meisten davon auf dem chinesischen Markt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von mehr als 22 Prozent. Rund zehn Prozent, also rund 59.000 Fahrzeuge, waren dabei vollelektrisch oder zumindest Hybride.

Daimler AG: E-Auto erzielt „gute Ergebnisse“

Der schwäbische Autohersteller zeigt sich mit diesen Zahlen zufrieden. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, der von Business Insider zitiert wird, bestätigt das positive Bild. „Die E-Offensive von Daimler fruchtet, die vermeldeten Zahlen sprechen hier eine klare Sprache. Gut, dass der Konzern den Schalter umgelegt hat und so schnell gute Ergebnisse damit erzielt.“

Vor allem der Elektro-SUV EQA stößt dabei auf größere Nachfrage, rund 20.000 Bestellungen lägen bereits vor - dabei war der Elektro-SUV erst im Januar vorgestellt worden. Gegenüber dem Online-Magazin ecomento sprach Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger von einem „tollen Feedback unserer Kunden“ und einem „vielversprechendem Start in unser Mercedes-EQ-Jahr 2021“.

Daimler AG: Strategie fürs E-Auto steht noch auf wackeligen Beinen

Ganz so positive Erfahrungen hat der schwäbische Autohersteller im E-Sektor indes bisher nicht gesammelt. Noch mit dem letzten E-Auto im SUV-Bereich hatte Daimler weniger großen Erfolg gehabt. Der Wagen wurde intern sogar als „Rohrkrepierer“ bezeichnet und musste in den USA zurückgezogen werden, weil er floppte. Auch bei der Produktion von E-Batterien gab es zuletzt mit einem Zulieferer aus China Probleme, der Daimlers E-Strategie ernsthaft bedrohte.

2021 soll bei Daimler nun aber das Jahr des E-Autos werden. Neben dem EQA stellen die Stuttgarter mit der Luxuslimousine EQS, dem kompakten SUV EQB und der Business-Limousine EQE, drei weitere E-Autos vor. Im Zusammenhang mit dem EQS, der eine Kampfansage an US-Konkurrent Tesla sein soll, spricht Britta Seeger gar von einem echten „Game Changer“, der die Kunden auf der ganzen Welt faszinieren werde.

BMW: E-Auto-Verkauf hat sich verdoppelt

Bei der Konkurrenz geht die Absatzkurve bei den E-Autos ähnlich steil nach oben. Auch der bayerische Autohersteller BMW verzeichnet bei E-Autos immer mehr Verkäufe, laut dem Bericht von ecomento gar mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Quartal. Von dem insgesamt rund 636.000 verkauften Autos - was einem Plus von 33,5 Prozent im Vergleich zu 2020 entspricht - kommen etwa 70.000 Einheiten aus dem Plug-in-Hybrid und vollelektrischen Bereich. „Damit sind wir auf Kurs, bis Ende dieses Jahres mehr als 100.000 vollelektrische Fahrzeuge auszuliefern und insgesamt mindestens eine Million elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße zu haben“, so BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota.

Auch der bayerische Hersteller hat mit dem iX3 und i3 mittlerweile einige E-Auto-Modelle auf dem Markt. Im Laufe des Jahres sollen der iX und der i4 folgen. Bis 2023 sollen insgesamt ein Dutzend vollelektrische Modelle von BMW verfügbar sein.

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