Wetter-Modelle geben Auskunft über vermuteten Temperatursturz in Baden-Württemberg
Plötzlich scheint der Sommer beim Wetter in Baden-Württemberg voll da zu sein. Aber könnte das nur von kurzer Dauer sein? Die Wettermodelle zeigen, ob ein Temperatursturz droht.
Stuttgart - Wer hätte es gedacht: Nach wochenlangen wechselhaften Bedingungen beim Wetter in Baden-Württemberg, herrscht nun endlich Sommer. Zwar ziehen hier und da auch weiterhin noch Schauer und Gewitter übers Land, doch den hohen Temperaturen tut dies keinen Abbruch.
Im Gegenteil: Schon bald kehrt die Sommerhitze in den Südwesten zurück und sorgt für Höchstwerte von bis zu 35 Grad. Doch folgt nach dem Hoch wieder das Tief beim Wetter?
Das sagen die Wettermodelle über einen möglichen Temperatursturz in Baden-Württemberg
Aufgrund einiger Wetterprognosen wurde vermutet, dass in dieser Woche mit herbstlichen Bedingungen zu rechnen ist – das war jedoch weit gefehlt. „So langsam aber sicher, mausert sich der Sommer weiter nach oben“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Die Wetteraussichten für den Süden Deutschlands in den kommenden zehn bis 14 Tage sind vielversprechend. Ein krasser Temperatursturz droht demnach laut den Modellen nicht, berichtet der Experte.

Bis zum 7. August liege das Temperaturmittel in Baden-Württemberg bei 25 Grad, wie die Berechnungen des Climate Forecast System (CFS) zeigen. Darüber hinaus könne man in den kommenden Wochen auch wieder mit einigen Hitzetagen rechnen. Große Regenfälle seien in dem Zeitraum ebenfalls nicht zu sehen, lediglich ab und zu einzelne Schauer, erklärt Jung.
CFS-Modell berechnet „extrem trockenen August“
Blickt man auf die Monatsbilanz des Julis, wird deutlich, was für eine Steigerung der Monat hingelegt hat. Anfangs lag das Klimamittel bei unter 16 Grad, inzwischen steht er bei knapp 18 Grad und damit im Bereich der wärmeren Julimonate. Der Wettertrend des CFS-Modells für August sieht dabei im Vorfeld schon besser aus.
Die Temperaturabweichung im letzten Sommermonat des Jahres belaufe sich im Süden der Bundesrepublik zum Teil auf 0,5 bis 1 Grad über dem neuen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Außerdem werde ein „extrem trockener August“ berechnet. Ob das letztlich auch so eintrifft, müsse man jedoch abwarten, mahnt der Meteorologe.