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Wetter: „Die Heizsaison geht los“ - Massiver Wintereinbruch steht bevor

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Von: Franziska Vystrcil

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Ausgerechnet in diesem Herbst startet die Heizsaison ungewöhnlich früh. Es kann sogar Schnee bis auf 800 oder 900 Meter herab geben.

Stuttgart - Nach einem langen und heißen Rekordsommer freuen sich viele über die angenehmen Temperaturen. Jedoch sind sie im Hinblick auf die steigenden Energiepreise auch besorgniserregend. Denn in diesem Herbst startet die Heizsaison ungewöhnlich früh. Am Wochenende (17. und 18. September) kann es sogar Schnee bis auf 800 oder 900 Meter herab geben. Dazu wird es beim Wetter in Deutschland ungewöhnlich kalt für die aktuelle Jahreszeit. 

„In den Alpen steht an diesem Wochenende ein massiver Wintereinbruch ins Haus. Und dieser Wintereinbruch verstärkt sich immer mehr“, kündigt auch Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net an. Nicht nur in den Alpen, auch in den höheren Lagen der deutschen Mittelgebirge soll es den ersten Schnee geben. „Die Heizsaison legt auch schon los“, kündigt der Wetterexperte an. Wir befinden uns quasi „im Eilzug Richtung Frühwinter“.

Wetter in Deutschland: Temperatursturz und Regenschauer sorgen für Herbst-Feeling

Am Mittwoch (14. September) macht sich der Herbst vor allem durch starke Niederschläge bemerkbar. Es gibt geradezu eine „Wasserschlacht“ mit Starkregen, örtlich sogar mit Überflutungen. In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen immer weiter fallen. Kaum zu glauben, dass zum Start in die Woche noch Temperaturen über 25 Grad herrschten. Nun scheint der Herbst den Sommer jedoch gänzlich aus Deutschland verdrängen zu wollen.

Frau läuft mit Regenschirm bei Winterwetter durch den Schnee
Durch die fallenden Temperaturen am Wochenende sinkt auch die Schneefallgrenze in Deutschland. © Expa/Jfk/dpa

Auch am Donnerstag (15. September) und Freitag (16. September) wird es deutlich kühler. 17 bis 24 Grad werden am Donnerstag noch erreicht. In der Südhälfte bleibt es bewölkt, immer wieder gibt es Niederschläge. Auch in der Nordhälfte kommt es immer wieder zu Schauern bei Höchstwerten von 16 bis 19 Grad. Am Freitag wird es dann nochmal ein Stück kühler. Die 20-Grad-Marke wird lediglich in Baden-Württemberg mit Höchstwerten von 21 Grad überschritten. Ansonsten liegen die Werte zwischen 13 und 18 Grad.

Temperatursturz am Wochenende: „Da werden die meisten Heizungen wieder anspringen müssen“

Zum Ende der Woche steht uns ein „Kuschel-Wochenende“ bevor, wie es Dominik Jung nennt. Denn bei solchen Temperaturen und nasskaltem Wetter will man sich nur noch verkriechen. „Gerade einmal 11 bis 17 Grad werden da erwartet“, lautet die Prognose des Meteorologen. Hinzu kommen immer wieder anhaltende Regenschauer. Auch die Nächte werden deutlich kühler, die Temperaturen liegen unter 10 Grad, meistens sogar nur um etwa 5 Grad.

Spätestens am kommenden Sonntag (18. September) werden wohl in allen Haushalten die Heizungen angestellt. Denn die Höchstwerte werden eher frisch anstatt „hoch“. „Mann kann es eigentlich kaum fassen“, meint Dominik Jung. Nach wochenlanger Wärme und Hitze wird es jetzt klirrend kalt. Im Süden werden nur noch Werte von 7 bis 11 Grad erreicht. Nach Norden hin ist es bei 14 bis 16 Grad etwas wärmer. „Da werden die meisten Heizungen wieder anspringen müssen, bei diesen tiefen Temperaturen“, ist sich Dominik Jung sicher.

Der markante Wettersturz bringt uns den ersten Schnee des Jahres. Bis auf 1.000 Meter Höhe herab kann es schneien, in den süddeutschen Mittelgebirgen sogar auf einer Höhe von 800 bis 900 Metern. Dabei handelt es sich allerdings um nasse Schneeflocken. In den Alpen hingegen werden sogar mehrere Zentimeter Neuschnee erwartet. Ab einer Höhe von 1.500 bis 2.000 Meter können daraus sogar 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee werden. Wanderwetter herrsche dort am Wochenende nicht, meint der Diplom-Meteorologe. „Da muss man wirklich schon mal die Schneeschuhe herausholen, um sich da oben bei diesen Schneemengen bewegen zu können“, sagt Dominik Jung. Auch im kommenden Winter stehen die Chancen auf ein klein wenig mehr Schnee gut.

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