42-Tage-Wettertrend

Wetter: Im März droht ein heftiger Wintereinbruch in Deutschland - Kälte bis - 13 Grad

Zwei Personen mit Rucksäcken gehen durch eine verschneite Landschaft.
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Laut einer Prognose gibt sich der Winter noch nicht geschlagen - Mitte März könnte es in Deutschland wieder bitterkalt werden.
  • Julian Baumann
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Das Wetter in Deutschland ist derzeit frühlingshaft mild. Mitte März kehrt einer Prognose zufolge jedoch der Winter zurück - schlägt der Polarwirbel erneut zu?

Update vom 23. Februar, 10:30 Uhr: Am heutigen Dienstag ist das Wetter in Deutschland noch immer sonnig und verhältnismäßig warm. Das soll auch noch einige Tage andauern, aber ein erneuter Kälteeinbruch im März wird immer wahrscheinlicher. Zu Beginn des Monats soll es bereits deutlich kühler werden. „Aber ein massiver Wintereinbruch ist das definitiv nicht“, sagte RTL-Meteorologe Björn Alexander laut wetter.de. Das Portal hatte in einer Prognose jedoch bereits von Dauerfrost und Temperaturen bis -13 Grad zur Monatsmitte gesprochen.

Das bestätigt auch der Experte. „Insbesondere nach dem Amerikanischen Wettermodell würde es den aktuellen Berechnungen nach wieder deutlich unter den jahreszeitlichen Durchschnitt gehen“, so Alexander. „Und auch nach den längerfristigen Vorhersagen des Europäischen Wettermodells sieht es momentan nach einem kleinen Winternachschlag zur Monatsmitte aus.”

Zu Beginn des laufenden Monats brachte ein Polarwirbel-Split den Winter nach Deutschland. Der Polarwirbel ist ein riesiges Tiefdruckgebiet in der höheren Atmosphäre rund um die Polregionen, berichtet wetter.de. Er ist auch für einen möglichen Wintereinbruch Mitte März verantwortlich. „Insbesondere im Märzwinter 2013 ist eine massive Teilung, der Polarwirbel-Split, vorangegangen“, sagte Björn Alexander. Ob der Polarwirbel auch in den nächsten Tagen erneut zusammenbrechen wird, ist bislang nicht bekannt. „Doch selbst ohne den Split kann die Lage des Polarwirbels Ende Februar und im März noch für massive Kaltlufteinbrüche südwärts sorgen“, so der Meteorologe.

Erstmeldung vom 22. Februar: Stuttgart - Das Wetter in Deutschland war in den letzten Wochen einem drastischen Wandel unterworfen. Zunächst bestimmte eisige Arktisluft das Klima in der Bundesrepublik. Viele Teile des Landes wurden von massiven Neuschneemassen überrascht, was zu allerhand Chaos auf den Straßen führte. Stellenweise war es nachts in Deutschland sogar kälter als auf dem Mars und es kam auch wieder zu Schneefall in Stuttgart. Am vergangenen Freitag wurden die Temperaturen dann deutlich milder, ein Experte sprach sogar von einer „winterlichen Hitzewelle“, die am Wochenende das Land erreichte. Ist der Frühling demnach bereits im Februar angebrochen und es erwarten uns mehr warme Monate als normalerweise?

Eine Prognose für das Wetter in Deutschland dämpft diese Hoffnung auf andauernde Wärme deutlich. Durch den Polarwirbel könnte demnach noch ein wochenlanger Winter drohen. Die 42-Tage-Vorhersage von wetter.de kommt nun zu einer ähnlichen Prognose für die kommenden Wochen. Zunächst soll es zwar frühlingshaft und mild weitergehen aber, „so ganz vom Eis ist das Schreckgespenst des Winters 2021 noch nicht“, schreibt das Portal. Die Frage sei nun „wie tief ein möglicher Absturz“ sein könne.

Wetter in Deutschland: Rückkehr des Winters - Abwärtstrend folgt im März

Ein früher Frühlingsanfang hätte mehrere Vorteile. Beispielsweise könnten die Pflanzen bereits jetzt Ende Februar ausgesät werden und würden dementsprechend früher blühen. Auch für die aktuelle Corona-Lage wären andauernde milde oder warme Temperaturen wohl ein Gewinn. Laut wetter.de bleibt es auch zunächst warm und sonnig, ab Mitte März tritt dann jedoch der Abwärtstrend ein. Dieser Trend endet in Norddeutschland bei -6 Grad, also deutlich zu kalt für empfindliche Pflanzen.

Im Westen ist für das Wetter in Deutschland zunächst Regen vorhergesagt. Das sei auch gut so, denn „Regen kann man im Frühjahr nie genug haben“, heißt es auf wetter.de. Doch ebenfalls in der zweiten Märzhälfte kommt dann wieder richtig kalte Luft aus dem hohen Norden ins Land. „Sollte es so kommen, dann wäre sogar fürs Rheinland noch einmal Schnee möglich“, schreibt das Wetterportal.

Wetter im März: Dauerfrost und sogar Schnee für Süd- und Ostdeutschland

Das Wetter in Deutschland blieb im Süden und Südwesten in den vergangenen Wochen noch am längsten freundlich. Während andere Teile des Landes bereits mit Neuschnee und Frost zu kämpfen hatten, setzte sich die Kälte nur langsam durch. Laut dem 42-Tage-Wettertrend von wetter.de kommt die kalte Polarluft im März allerdings auch nach Süddeutschland. „Und dort sicherlich mit der Option auf Schnee.“

Ausgerechnet zum kalendarischen Frühlingsanfang Mitte März soll dann wieder Dauerfrost vorherrschen und die Temperaturen sinken auf bis zu -13 Grad. Solche Werte seien nur unter Schnee bei klarem Himmel möglich, schreibt das Wetterportal. Demnach kann auch Baden-Württemberg und Stuttgart Mitte nächsten Monats noch mal von Schnee überrascht werden.

Die Vorhersage für Ostdeutschland und die Bundeshauptstadt Berlin zeichnet laut wetter.de ein ähnliches Bild. „In Berlin heißt das: Selbst Dauerfrost ist vorübergehend noch denkbar“. Die Temperaturen erreichen zwischenzeitlich zwar fast die 20-Grad-Marke, fallen zur Monatsmitte jedoch wieder drastisch ab. Die 42-Tage-Vorhersage lässt demnach zwei Erkenntnisse für das Wetter in Deutschland zu. Zum einen dauert das Frühlingswetter mit milden Temperaturen noch mehrere Tage an, zum anderen steigt dann die Wahrscheinlichkeit für einen massiven Kaltluftvorstoß an. „Es könnte nochmals frostig werden. Und selbst Schnee im Flachland ist bei dieser Gemengelage nicht auszuschließen“, schreibt das Wetterportal.

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