Wetter in Deutschland

Wetter: Heftiger Regen sorgt für „äußerst seltenes Sommerphänomen“

Ein Mann läuft barfuß über einen überschwemmten Gehweg am Neckar.
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Starker Regen sorgte vielerorts für Überflutungen und hohe Pegelstände, wie hier etwa der Neckar.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Ist der Sommer schon vorbei? Viele ärgert aktuell das schlechte Wetter in Deutschland. Doch der viele Regen hat auch etwas Gutes.

Karlsruhe - Regen, Gewitter und Sturmböen - das Wetter in Deutschland zeigt sich derzeit für diesen Sommer von seiner schlechten Seite. Auch die Meteorologen scheinen das Wetter-Wirrwarr nur schwer einschätzen zu können. Von Temperaturen, die fast auf den Gefrierpunkt stürzen, bis hin zur „Horror-Hitze“ aus der Sahara wurde diesen Sommer schon alles vorhergesagt.

Kein Wunder, dass der verregnete Sommer und die düsteren Aussichten vielen auf die Nerven geht. Doch für die Natur hat der Regensommer überraschend positive Folgen, wie die Deutsche Presse Agentur berichtet. „Die überdurchschnittlichen und anhaltenden Niederschläge im Juni und Juli haben unerwartete Grundwasseranstiege bewirkt“, heißt es laut Deutscher Presse Agentur im aktuellen Report über die Grundwasserverhältnisse der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Wetter in Deutschland: Nach heftigen Regenfällen sind Grundwasservorräte deutlich gestiegen

Dieses Phänomen sei im Sommer äußerst selten, so die Landesanstalt. Angesichts der ausgeprägten Trockenheit der vergangenen Jahre ist der Anstieg des Grundwassers besonders eindrucksvoll. Für den August erwarten die Experten lediglich mäßige Rückgänge der Grundwasservorräte.

Nur an den Messstellen in Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen, Mühlacker im Enzkreis und Gemmingen im Landkreis Heilbronn sind die Grundwasservorräte unterdurchschnittlich. Ansonsten weist die Landesanstalt vor allem Grundwasservorräte von mittlerem oder überdurchschnittlichem Ausmaß aus - Tendenz steigend. „Im Jahresvergleich sind deutlich höhere Grundwasserverhältnisse als im Juli 2020 zu verzeichnen“, so die Landesanstalt für Umwelt.

Wetter in Deutschland: Dieses Jahr keine Engpässe in der Wasserversorgung

Trotz der vielen und staken Regenfälle in Deutschland in den letzten Wochen nehme die Bodenfeuchte aber tendenziell ab. Das liegt unter anderem am hohen Wasserbedarf der Vegetation. Selbst bei feuchter Witterung ist dadurch die Neubildung von Grundwasser nur eingeschränkt möglich.

„Angesichts der aktuellen Wettervorhersage ist von mäßigen Rückgängen auszugehen“, sagen die Fachleute aus Karlsruhe. Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung im Südwesten seien allerdings aufgrund der momentanen Beobachtungen auszuschließen.

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