Supertaifun mit 20-Meter-Wellen

Wetter: „Meteorologisches Monster“ mit 300 km/h ist laut Experten ein schlechtes Vorzeichen

Satelitenbild zeigt Taifun „Surigae“
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Wetter: Taifun „Surigae“ ist der stärkste Tropensturm, der jemals zu dieser Jahreszeit aufgezeichnet wurde
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Vor den Philippinen wütet der Supertaifun „Surigae“. Rund 100.000 Menschen aus den betroffenen Inseldörfern wurden evakuiert.

Philippinen - Bewohner der Philippinen haben aktuell mit einem besonders heftigen Sturm zu kämpfen: Supertaifun „Surigae“ treibt mit bedrohlichen Geschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde sein Unwesen. Wellen zwischen 15 und 20 Metern Höhe türmen sich im Pazifik vor den Philippinischen Inseln auf. Weil die Ausläufer des Taifuns das Festland streiften, mussten rund 100.000 Menschen als Vorsichtsmaßnahme aus den betroffenen Inseldörfern evakuiert werden.

Wie das Portal wetter.de berichtet, handelt es sich bei dem Taifun um den intensivsten Tropensturm im Monat April seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen. Im Jahr 2021 ist „Surigae“ der erste Supertaifun der Kategorie 5 - und damit der höchsten Kategorie, die es gibt. „Ein meteorologisches Monster also, das mit seinem Hauptsturmfeld vor allem über der offenen Wasserfläche der Philippinensee wütet“, so wetter.de. Zwar konzentriert sich das „Monster“ aufs Wasser, doch auch Küstenabschnitte der Philippinen wurden offenbar hart getroffen.

Supertaifun „Surigae“: Wetter-Experten finden, er kam „außergewöhnlich früh“ im Jahr

Im Gegensatz zum Atlantik, wo Hurrikans in der Regel zwischen Juni und November erwartet werden, kann es im Pazifik das ganze Jahr über zu solchen Tropenstürmen kommen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Ganz gewöhnlich sei der Supertaifun vor den Philippinen dennoch nicht. So fänden auch hier die Hauptaktivitäten solcher Stürme normalerweise erst im späteren Jahresverlauf statt.

Nachdem die Entwicklung von „Surigae“ laut des DWD vor rund drei Wochen ihren Anfang nahm, wurde das Phänomen am 16. April erstmals als Taifun klassifiziert. „Zunehmend bildete sich ein im Satellitenbild wahrnehmbares Auge aus, wie man es klassischerweise von tropischen Wirbelstürmen kennt“, so der DWD. Dieser Prozess sei immer ein deutlicher Hinweis auf eine deutliche Intensivierung des Sturms.

Supertaifun „Surigae“: Wetter-Phänomen der Extreme bald normal?

Experten sehen den Taifun als schlechtes Vorzeichen für die Sturmsaison auf der Nordhalbkugel. Laut wetter.de habe bereits das Klimaphänomen „La Niña“ (Spanisch: „das Mädchen“) für Rekorde der atlantischen Hurrikansaison gesorgt. „La Niña“ führe generell zu einer Verstärkung der Sturmtätigkeit - nicht nur im Atlantik, sondern auch im Pazifik. Andererseits könnte auch der immer schwächer werdende Golfstrom derartig extreme Stürme hervorrufen. Experten prophezeiten sogar, dass wegen des schwachen Golfstroms Extrem-Wetter bald normal sein wird.

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