Bis zu drei Meter Neuschnee

Wetter: „Schneebombe“ aus den Alpen führt zu Hochwasser und Fluten

  • Julian Baumann
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Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang brachte das Wetter in Deutschland Schnee und Kälte. Die „Schneebombe“ aus den Alpen sorgt in Teilen Europas für Hochwasser und Fluten.

Update, 11. Dezember, 12:15: Die „Schneebombe“ aus den Alpen machte sich am vergangenen Wochenende auch beim Wetter in Deutschland bemerkbar. In Teilen Europas sorgen die geschmolzenen Schneemassen durch das Tief „Yvonne“ noch immer für Überflutungen. Die Lagunenstadt Venedig (Italien) ist nahezu vollständig überflutet, das Wasser ist sogar bis in den Markusdom vorgedrungen, wie n-tv.de berichtet. Aufgrund der Hochwassergefahr gibt es in Venedig das Warnsystem „Mose“, dass in diesem Fall jedoch deutlich zu spät aktiviert wurde.

Erstmeldung: Stuttgart - Das Wetter in Deutschland wurde pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember endlich richtig winterlich. Zum ersten Mal in diesem Jahr gab es auch Schnee in Stuttgart. Zwar zeigte sich das Zentrum der Landeshauptstadt davon wenig beeindruckt, manche Stadtteile wie etwa Degerloch, Sillenbuch oder Heumaden lagen am Mittwochmorgen unter einer weißen Schicht. Der Trend soll sich nun am Wochenende noch deutlich verstärken. Experten sagten eine „Schneebombe“ voraus, die ausgehend von Norditalien über die Alpen auch bis nach Deutschland gelangen soll.

Experten überraschten in diesem Jahr mit einer neuen Prognose und sagten Schnee und Kälte im Dezember voraus. Nach den Wärmerekorden im November schien diese Vorhersage zunächst unrealistisch. Nachdem die Nächte in Deutschland beständig kälter wurden, zeigte sich zum ersten Dezember, dass die Prognose durchaus zutraf.

Laut dem Portal wetter.de bildet sich am Freitag über Norditalien ein Tief, das am Wochenende in den Alpen und damit auch im Süden Deutschlands für ein Schneechaos sorgen dürfte.

Wetter in Deutschland: „Schneebombe“ in den Alpen - Auswirkungen auf Baden-Württemberg

Das Tief aus Norditalien beeinflusst auch das Wetter in Deutschland. In den Alpen seien laut wetter.de am Wochenende Neuschneemengen von einer Höhe zwischen einem und drei Metern innerhalb von 48 Stunden möglich. Der Schwerpunkt der Schneefälle dürfe laut der Prognose in Südtirol, Friaul (beides Italien) sowie in Osttirol und Kärnten (beides Österreich) liegen. In den Zentralalpen steige dann die Lawinengefahr. Die Auswirkungen der „Schneebombe“, wie die Experten von wetter.de das Phänomen nennen, zeigen sich jedoch auch in Süddeutschland.

Der Schwerpunkt der Schneefälle ist in Italien und Österreich zu erwarten - doch auch Baden-Württemberg spürt Auswirkungen (Symbolbild).

Nicht nur der Alpenraum und Teile Italiens und Österreichs sind von den zu erwartenden Schneefällen betroffen. Auch beim Wetter in Deutschland ist mit viel Neuschnee zu rechnen, vor allem in Baden-Württemberg und in Teilen von Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, wie wetter.net berichtet.

Im Hochschwarzwald könne bis Sonntagmorgen Neuschnee in der Höhe von rund 40 Zentimetern fallen und auch in den westlichen und zentralen Mittelgebirgen seien Schneemassen bis 15 Zentimeter zu erwarten. „Damit könnte sich am Samstag innerhalb weniger Tage die nächste extrem gefährliche Wetterlage anbahnen“, schrieb Franziska Polak, Diplom-Geografin und Meteorologin, in einer Vorhersage auf wetter.net.

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