„Polarwirbel kollabiert“

Wetter: „Eisige Kaltluft aus Sibirien“ droht - Experten rechnen mit kaltem Winter

  • Sina Alonso Garcia
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Wird es jetzt richtig kalt? Aus Sibirien kommen derzeit eisige Temperaturen nach Europa. Das Wetter in Deutschland könnte noch richtig winterlich werden.

Stuttgart - Eine spannende Lage bestimmt derzeit das Wetter in Deutschland und Stuttgart. Jetzt könnte es richtig kalt werden. Eisige Temperaturen drohen aus Sibirien bis zu uns zu kommen. Über Skandinavien schleicht sich die Kaltluft heran. Eine solche Wetterlage gab es Meteorologen zufolge schon lange nicht mehr.

Bereits vergangenes Wochenende ließen Minus-Rekorde Deutschland zittern - es war die kälteste Nacht des aktuellen Winters. Schuld daran sein könnte ein Kältehammer, der mit -35 Grad Europa trifft. Ein weiteres Phänomen macht beim Wetter in Deutschland derzeit von sich Reden: Der Polarwirbel, der entscheidend für das Winterwetter auf der Nordhalbkugel ist, steht kurz vor einem Kollaps, wie ein Wetterexperte sagt. Chancen auf Schnee und Eis bis in den Februar hinein bestehen bis ins Flachland.

Wetter in Deutschland und Stuttgart: „Winter meldet sich eindrucksvoll zurück“

Wegen des kollabierenden Polarwirbels erwartet uns ein „richtig kalter Winter mit trocken-kalter Luft“, wie RTL-Meteorologe Björn Alexander dem Portal wetter.de ankündigt. Selbst richtig eiskalte Wetterlagen mit „Sibirienkälte“ seien im Rennen. „Nach einer kleinen Milderung meldet sich der Winter eindrucksvoll zurück“, so der Meteorologe.

Was es mit dem Polarwirbel auf sich hat, erklärt Björn Alexander so: „Wenn der Wirbel stark ist, dann überwiegen bei uns in Europa westliche Winde. Ist der Polarwirbel hingegen gestört, dann gibt es immer häufiger Winde von Nord nach Süd. Wie zuletzt in Spanien, als die Polarluft von Norden sehr weit südwärts vorangekommen ist und so viel Schnee wie seit 50 Jahren nicht mehr gebracht hat.“ Genau diese Zirkulation mache auch beim Wetter in Deutschland und Stuttgart Hoffnung auf winterliche Aussichten bis in den Februar hinein.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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